<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229</id><updated>2011-11-28T00:34:17.186+01:00</updated><title type='text'>Recumbently Sweden</title><subtitle type='html'>Lars Reisberg ist mit dem Liegerad HP Velotechnik Speedmachine von Hamburg nach Göteborg gefahren.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>8</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-187296510714913212</id><published>2008-09-19T15:42:00.001+02:00</published><updated>2008-09-20T12:30:03.768+02:00</updated><title type='text'>Ein Vorwort</title><content type='html'>Was haben wir geplant, Blogs durchforstet, Karten gewälzt und unsere DSL-Leitungen mit Google Maps heiß laufen lassen, um die beste Route für unseren "Kleinen Skandinavier" zu finden. Für die Tour, die Jan und ich quasi zum Abschluss dieser wunderbaren Radsaison 2008 fahren wollten. &lt;p&gt;Zunächst stand eine Dänemark-Rundreise über alle Inseln unseres nördlichen Nachbarn an - Jütland, Seeland, Falster und über Lolland wieder zurück. Einen Vollkreis durch Dänemark wollten wir fahren. Warum wir es nicht sind?&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNCNu9ih80I/AAAAAAAAAvo/MtjnTBlzAUU/s1600-h/01_start_niendorf.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNCNu9ih80I/AAAAAAAAAvo/MtjnTBlzAUU/s400/01_start_niendorf.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246849403819520834" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Schweden - das Zauberwort. Es schwebte eines Tages im Raum. Glitzernd und verlockend. Schweden, das Land, das wir beide noch nicht gesehen hatten. Ein Blick auf die Karte genügte: Göteborg als Fahrtenziel würde ebenso viele Kilometer und Etappen benötigen, wie unsere Dänemark-Rundreise.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Das Beste: Nach erfolgreicher Fahrt würden wir mit der Fähre nach Kiel zurück fahren können, als krönenden Kreuzfahrtabschluss einer Tour, die dann letztlich eigentlich nicht viel mehr als das Kratzen am skandinavischen Teil unseres schönen Kontinents war, die aber inspirierend und mitreißend war.&lt;/p&gt; &lt;p&gt;Viel Spaß beim Lesen dessen, was Jan und mir passiert ist, was uns bewegt hat und was wir erlebt haben, im Land leckerer Hot-Dogs und dannach im Land unzähliger Blondinen, dem Paradies sattgrüner Natur, blökender Schafe und freundlicher Wikingernachfahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNCN-iKt6AI/AAAAAAAAAvw/Nu88QOYTrU4/s1600-h/flaggen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNCN-iKt6AI/AAAAAAAAAvw/Nu88QOYTrU4/s400/flaggen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5246849671349790722" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Á propos - diese Tour ist ausdrücklich zum Nachfahren empfohlen. Die Strecke einfach, die Infrastruktur entlang der Tour macht wunschlos glücklich, größtenteils vorbildliche Radwege und wenn nicht, defensiv fahrende Autofahrer. Perfekt für einen Einsteigertrip.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-187296510714913212?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/187296510714913212/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=187296510714913212' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/187296510714913212'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/187296510714913212'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/ein-vorwort_19.html' title='Ein Vorwort'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNCNu9ih80I/AAAAAAAAAvo/MtjnTBlzAUU/s72-c/01_start_niendorf.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-6682623261375402771</id><published>2008-09-19T15:41:00.002+02:00</published><updated>2008-10-18T18:15:04.458+02:00</updated><title type='text'>Tag 1 "Aller Anfang ist schwer. Mit 2 Löchern."</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Hamburg - Bargteheide - Lübeck - Heiligenhafen - Maribo&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag beginnt ruhig.&lt;br /&gt;Oder hektisch - es kommt darauf an, ob man Lars heißt oder Jan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn ich für meinen Teil hatte mir gestern, nachdem Jan pünktlich zum Abendessen (Zwiebelhähnchen aus dem Römertopf mit viel viel Pasta) erschienen war,  nur einen Gin-Tonic zum Auftakt unserer Tour gegönnt. Jan hatte nachgelegt, und Hausmachermischungen haben es traditionell immer in sich bei uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es das war, was ihn heute Morgen beim 8-Uhr-Wecken etwas zerknirscht hat aussehen lassen, weiß ich nicht, als ich fröhlich gespannt den Kaffee ansetze und ein Radlerweltmeisterfrühstück zubereite. Wir sitzen da, hören Musik, essen Müsli und Vollkorntoasties und planen die Strecke – heute soll es hinüber nach Dänemark gehen, das ist das Etappenziel. Ein bisschen mehr als 150 km sagt Google-Maps.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist für uns beide eine Premiere: Für Jan sowieso, der zum ersten mal eine Touren absolvieren wird, die mehr als 2 Etappen und mehr als 200 km zu bieten hat. Für mich ebenso, wird es doch mein erster Trip sein, den ich nicht allein bestreite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan und ich kennen uns seit acht Jahren. Er war Grafiker, damals, in meiner ersten Agentur. Die Agentur gibt es längst schon nicht mehr - unsere Freundschaft hat überlebt. Auch meinen Wegzug aus Berlin. Jan ist kein Freund, mit dem ich jede Woche ellenlange Telefonate führe. Jan ist da, wenn man ihn braucht, Jan macht Party, wenn wir in der Nähe sind. Jan ist ein echter Männerfreund - so, wie Tim Taylor der Heimwerkerking es umschreiben würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRbQC6glI/AAAAAAAAAxg/7tA7YrPINgs/s1600-h/161.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRbQC6glI/AAAAAAAAAxg/7tA7YrPINgs/s400/161.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248049731887333970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Wir haben denselben komischen Humor. Was liegt da näher, als einen Urlaub gemeinsam zu verbringen? Letztes Jahr in New York hat es super geklappt - dieses Jahr nun also das selbe. Ergänzt um den Teil der Köperertüchtigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem ist einiges ungewiss: Wie wird das alles gehen? Kann ich sein Tempo fahren – oder er meins? Wird er diese Distanz durchhalten oder müssen wir vielleicht unterwegs erkennen, dass das Ziel Göteborg für ihn als Touren-Rookie vielleicht doch zu hoch gesteckt war? Werden wir uns darüber vertragen? Oder zerstreiten? Alles Fragen, die mir seit einigen Tagen durch den Kopf schießen – heute, da bin ich mir sicher, werden wir einige Antworten bekommen. Spätestens morgen, das ahne ich, werden wir beide wissen, ob wir Göteborg erreichen werden oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir satteln die Pferde, überprüfen noch einmal unsere Ausrüstung und steigen auf. Es ist ein herrlicher, frischer Morgen. Harmlose Wolken vermögen nur kurzzeitig den Schein der Sonne am klaren, blauen Himmel zu schattieren – es weht ein kräftiger Wind, der, wie ich ahne, Gottseidank nur in unseren Rücken bläst und uns kräftig anschieben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lottogewinnerwetter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren endlich los. Wieder on the road, denke ich, freue mich und beschleunige die Speedmachine. Jan, neben mir, tritt rund, langsam, in einem hohen Gang. Wir biegen ein paar Straßen weiter ab – da hält er an. Sattel ist ihm zu niedrig. Schnell ist das Tool-Set mit dem Miniwerkzeug aus den Tiefen der Packtasche gefingert und in Handumdrehen der Sattel justiert.&lt;br /&gt;Aufsitzen. Weiter gehts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich rufe: „Rechts abbiegen!“ – hier gibts eine Abkürzung zum Krohnstiegtunnel. Wir biegen in eine ruhige Straße mit Einfamilienhäusern ab – und müssen keine 50 m später umdrehen: Die Straße endet in einem Wendehammer. Sackgasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 250 Metern die erste Reparatur.&lt;br /&gt;Nach 500 Metern das erste Mal verfahren.&lt;br /&gt;Fängt ja gut an …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später finden wir den Airport, unterqueren seine Rollbahn und machen das Startfoto – die Sonne hat mittlerweile ganz oben Stellung bezogen, wir lächeln in die Linse. Ich nehme mir vor, ein ähnliches Foto von uns beiden zu machen, wenn wir in 5 Tagen am Ortseingangsschild von Göteborg stehen. (Das Foto werde ich nicht machen, da Göteborg kein Ortseingangsschild hat, aber das weiß ich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen stracks Hamburg – an diesem Samstagmorgen ist auf den Straßen Richtung Lübeck noch nichts los und so kommen wir gut aus der Stadt heraus.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRB4Ks-fI/AAAAAAAAAxY/09ngybV_kvQ/s1600-h/02_jan_auf_bianchi.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRB4Ks-fI/AAAAAAAAAxY/09ngybV_kvQ/s400/02_jan_auf_bianchi.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248049295980820978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Jan fährt hinter mir, ich beobachte ihn im Rückspiegel. Meine Sorge, er könne das Tempo nicht mitgehen, verfliegt bereits nach den ersten Kilometern. Auf seinem schnieken Bianchi-Rennrad kann er mühelos aufschließen wann immer er will. Außer beim Anfahren aus dem Stand hat er Probleme, langsam nur kommt er auf Geschwindigkeit. Das aber liegt daran, dass er wenig herunter schaltet, wenn er sich eine Ampel nähert und lieber gern in hohen Gängen anfährt. Für mich ist das – vor allem jetzt mit meiner neuen Rohloff-Nabe – kein Problem. Ich schalte bequem im Stehen in den kleinsten Gang und komme bei Grün meist sogar noch schneller weg, als die Autos neben mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir nun im Umland fahren, kommen wir endlich in den Genuss der gut ausgebauten, breiten holsteinischen Radwege. Ich freue mich wie ein Schneekönig über den schiebenden Wind, der uns streckenweise mit 30 bis 35 km/h fahren lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir scherzen und unterhalten uns die ganze Zeit – reden über dies und das. Ein schönes Gefühl und ganz neu für mich. Früher war ich allein mit mir selbst und dem, was mich umgab. Jetzt ist da ein alter Freund, mit dem ich über gemeinsame Zeiten und vieles mehr reden kann. So schmelzen die Kilometer dahin. Wir rauschen durch die Lande, einer macht den anderen auf interessante Dinge neben der Strecke aufmerksam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRmWYPvuI/AAAAAAAAAxo/bUZKdbdYLBw/s1600-h/03_fahrt_beginnt.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRmWYPvuI/AAAAAAAAAxo/bUZKdbdYLBw/s400/03_fahrt_beginnt.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248049922565979874" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Speedmachine ist nur moderat beladen, kein Vergleich zu den 25 kg, die ich durch Portugal zu schleppen hatte. Zwei Rad-Kombis, 3 Paar Unterwäsche und Socken, eine Jeans, die kurzen Chucks und Waschzeug – that´s it.&lt;br /&gt;Jan trägt alles in einem Rucksack auf dem Rücken. Laut eigener Aussage sei dies sehr bequem, ich allerdings, der ich entspannt liegend meine Sachen hinter mir auf dem Träger weiß, beneide ihn da oben nicht eine Sekunde um die Last, die buchstäblich auf seinen Schultern liegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach nur 60 Kilometern reiten wir in Lübeck ein. Es kommt mir wie ein Wimpernschlag vor - verglichen mit meiner ersten Tour hier her. Bin ich schon ein alter Fuchs, dass ich mich vor dem Holstentor mit wissendem Grinsen ins Gras fallen lassen, genüsslich einen Corny-Riegel esse und mich mit Jan über Druckstellen am Hintern und andere Tour-Vergnügen unterhalte? Sicher, mehr als 6.000 Kilometer Erfahrung habe ich ihm voraus - aber immer noch fasziniert mich alles am Radfahren wie am ersten Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRx5D78OI/AAAAAAAAAxw/cvhCMHbSrME/s1600-h/04_luebeck.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRx5D78OI/AAAAAAAAAxw/cvhCMHbSrME/s400/04_luebeck.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248050120854597858" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das Wetter meint es gut mit uns. Nicht nur, dass ich mich lang ausstrecken und mein Gesicht in die strahelnde Sonne zum Bräunen halten lässt, die an einem makellosen Blau ihre behäbige Bahn zieht, nein, auch der massiv schiebende Wind haben diese ersten Kilometer zu einem wahren Warp-Flug gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem Jan die Liter Wasser in einem Café losgeworden und uns beiden einen selben spendiert hat, satteln wir wieder auf. Natürlich nicht ohne vorher ein Andenkenfoto gemacht zu haben. Alles macht Spaß an dieser Tour - es ist doch besser zu zweit! Entscheide ich, als ich grinsend mein Rad im dichten Touristenverkehr dieses tollen Sommertages gen Norden lenke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Guter Dinge durchqueren wir Felder mit Mais und Korn, Wälder aus sattem Grün der Laubbäume oder welche in harzigen Duft der Kiefern gehüllt und eilen durch pittureske norddeutsche Dörfer. Oldenburg ist ein paar Stunden später erreicht, wir tanken neuen Trinkproviant an der Shell und suchen uns eine im alten Stadtkern ein kleines Restaurant, in dem wir zu Mittag speisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTR-Bwt9KI/AAAAAAAAAx4/emRHKJy9VCM/s1600-h/05_pause_luebeck.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTR-Bwt9KI/AAAAAAAAAx4/emRHKJy9VCM/s400/05_pause_luebeck.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248050329348338850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Zwei Pastaaufläufe später reiben wir uns unsere gefüllten Bäuche und steigen träge aufs Rad. Wir sind schon die Hälfte der heutigen Tour gefahren und ich schiele immer erwartungsvoll hinüber zu Jan, ob ich irgendwelche Anzeichen von Ermattung erkenne. Er aber - stöhnend und ächzend zwar, aber das schauspielert er nur - tritt rund in seine Campagnolo-Kurbeln und hält beständig Abstand zu mir, der ich auf dem schmalen Radweg voraus fahre.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Meine größte Angst ist, dass wir die ersten beiden Etappen nicht durchhalten. Denn dann wäre der ganze Tourplan hinüber. So, wie ich es mir ausgedacht habe, müssen wir heute hinüber nach Dänemark und morgen nach Kopenhagen kommen. Das sind zwei Etappen mit jeweils ein wenig mehr als 150 km. Kein Problem für mich - aber für jan auch? Erst dann, nämlich drüben in Schweden, würden wir die Etappenlängen reduizeren können, bis hinunter auf 100 bis 90 km täglich. Warum? Weil ich Dänemark schon kenne, vor allem Lolland und Kopenhagen, und weiß, dass nicht so aufregend sein wird, was uns auf dem Weg nach Schweden begegnen wird.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Lolland ist eher eine Familien-Badeinsel. Das Inselinnere flach und landwirtschaftlich genutzt: Wenig zu sehen. Sicher, Kopenhagen ist eine faszinierende, tolle Stadt, aber die kennen wir schon. (Dachte ich, wobei Jan mir später sagen wird, dass er noch nie in Kopenhagen war).&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Für mich ist Schweden das Unbekannte. Für mich ist Schweden das eigentliche Ziel.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Und hier - so stelle ich es mir vor - würden wir auch irgendwo unseren "Sicherheitstag" verbringen können. Einen Tag, an dem wir uns eine Hütte an einem See oder am Wasser mieten, saunieren und nichts tun.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Aber bis dahin würden wir erst noch runde 40 bis 50 km bis zur Fähre nach Puttgarden fahren müssen. Also trete ich rein. Wir schlängeln uns die teilweise abenteuerlich gewundenen Radwege, die an Feldrändern hinauf und hinab führen, entlang, fliegen im Team mit hohen Geschwindigkeiten an gemächlich dahin trottenden Radmuttis vorbei und plötzlich stoppe ich.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich habe "das Gefühl". In vielen Touren und Trips hat sich in meinem Magen ein GPS-Organ gebildet. Das kann zwar (noch) nicht den Standort bestimmen, aber es hat ein ziemlich guten Riecher, ob ich richtig oder falsch bin. Ich bitte Jan, seinen Navigationsklaus zu fragen. Diese Tour ist wirklich bequem, in navigatorischer Hinsicht, denn sein iPhone sagt uns jederzeit, wo wir sind und wo wir hin müssen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Leider sagt uns Klaus dieses mal, dass wir 4 km falsch gefahren sind. Wir stehen kurz vor der Ostseeküste - halt nur in falscher, nördlicher Richtung, wo wir jetzt gen Osten hätten fahren müssen. Umkehren! Wie ich das hasse! Es ärgert mich, grummelt im Bauch, das GPS-Organ dreht durch. Eine Nebenwirkung, die sich auf das Gemüt legt. Den ganzen Weg zurück, bei nun Gegenwind, das nervt. Irgendwann poltern wir wieder über das Kopfsteinpflaster an unserem Pasta-Italiener vorbei, wo wir vor einer halben Stunde aufgebrochen waren. Ich bin sauer auf mich.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Eigentlich müsste ich es längst schon besser wissen: Kartenstudium ist das A und O!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Endlich wieder on track entfernen wir uns nun von Oldenburg wieder - diesmal richtig in Richtung Fähre Puttgarden. Das Wetter ist gut, der Wind schiebt gewaltig an und so fliegen wir auf dem Radweg nur so dahin. So oft es geht nebeneinandetr. Dann liege ich neben Jan, nur 20 cm entfernt, schaue hoch und sehe, wie diese Mensch-Maschine-Kombination in gleichmäßigem Tritt arbeitet.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es ist auch der Sound, den ich faszinierend finde: Wie die Luft an seiner Carbongabel vorbei hechelt, das stetige Fauchen des Luftwiderstandes erzeugt: Beweis für die Watt, die seine Waden in das System pressen. Faszinierend auch, wie perfekt dann doch Rad und Fahrer zueinander passen, wie sie fast eins sind, ganz so, als wäre das evolutionstechnisch so vorgesehen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich liege freilich bequem in meiner Speedmachine, bequem wie immer. Ich kann mich in enge Kurven legen, wo er bremsen muss, kann entspannt in die Natur schauen, wo er angestrengt seinen Nacken malträtieren muss, habe nicht ganz so viel Bewusstes in die Steuerung meines Rades zu investieren, wie er.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Jan braucht Energie, um sich abzustützen - und dass er davon eine Menge braucht merke ich daran, dass er stetig seine Armposition verändert. Mal stützt er sich auf, mal fährt er tief gebeugt, mal hoch oben und mal richtet er sich ganz auf, fährt freihändig und streckt die Wirbelsäule. Anstrengungen, die mir auf dem Liegerad fremd sind.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich möchte nicht mit ihm tauschen, keine Frage, erfreue mich aber daran, seinen Bewegungen zuzusehen. Perspektiven, die man sonst nur bei der Live-Übertragung der Vuelta oder der Tour de France auf EuroSport hat.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Rechts hinter uns ziehen Wolken heran. Als ob ich es geahnt hätte. Dichte, dunkle Quellwolken schieben sich über den kleinen Hügel, auf dem das Korn steht. Vor uns kann ich in 1 bis 2 km Entfernung Heiligenhafen erkennen. Von hier ist es nur noch einen Katzensprung hinüber nach Fehmarn und dann zur Fähre. Es ist 17 Uhr, als die ersten Tropfen meine Knie benetzen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Kein Grund zur Panik, findet Jan.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das sehe ich anders, denn abgesehen davon, dass es alles andere als Spaß macht (vor allem für ihn mit Rennrad-Slicks) im Regen zu fahren, ist der plötzliche Temperaturrückgang und die Nässe nicht gut für die Gesundheit. Und ich möchte den Sicherheitstag - den wir wegen genau solcher Wetterkapriolen eingeplant haben - nicht schon heute nehmen, wo wir noch nicht einmal Deutschland verlassen haben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Jan bleibt ruhig - das bisschen Nieseln, das kann ihn nicht einschüchtern.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Immer wieder drehe ich mich um und schaue hinter mich. Die Wolken verdecken nun die Sonne - merklich kühler ist es sofort, und merklich dunkler auch. Die Tropfen werden dicker und dichter.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Immer noch beschleunigen wir nicht. Vor Heiligenhafen hat der große Landschaftsplaner ein paar Hügel aufgeschüttet, weshalb wir uns abmühen, unsere hohe Durchschnittsgeschwindigkeit hier weiter zu gehen. Jan bleibt ruhig, auch, als es aus den paar Tropfen zu einem stetigen Nieselregen wird.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich schalte langsam hoch. Trete rein, denn ich sehe kommen, was in 2 Minuten dann doch sehr überraschend - dafür umso heftiger - über uns hineinbricht: Ist ist, als öffne der Himmel seine Schleusen und ließe alles Wasser, das diese riesige Quellwolke da über uns im Laufe der letzten Tage angesammelt hatte, mit einem mal über uns fallen.&lt;br /&gt;Im dichtesten Regen zischen unsere Räder in Heiligenhafen ein - es plattert neben mir, auf mich drauf - da hinten, da im Dunst, erkennen wir eine Bushaltestelle und steuern, sämtliche Verkehrsregeln missachtend, auf sie zu und erreichen mit allergrößter Not in buchstäblich letzter Sekunde das schützende Plexiglasdach, denn was nun folgt, ist eine Dreiviertelstunde Wolkenbruch, Gewittergrollen und wasserfallartiger Regen vom Feinsten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTTqC7ohmI/AAAAAAAAAyo/uFbZcsPzcXE/s1600-h/055_Regenflut.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTTqC7ohmI/AAAAAAAAAyo/uFbZcsPzcXE/s400/055_Regenflut.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248052185088427618" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Mit zwei anderen Passanten stehen wir schlotternd nur halbwegs geschützt, dem Sprühnebel des Regens ausgesetzt. Es ist fast nachtdunkel - schräger Humor lässt uns nicht erfrieren. Wir scherzen - und können nur froh sein, jetzt hier in Heiligenhafen einen im wahrsten Sinne des Wortes sicheren Hafen gefunden zu haben - draußen, mitten auf der B-Straße in freier Natur - da möchte ich jetzt nicht sein!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Der Regen hält an und wir ziehen uns Jacken über. Ich beginne auszukühlen, was definitiv nicht gesund ist und genau das ist, was ich nicht wollte. Ich hüpfe von einem Bein auf das andere. Langsam kriecht die Nässe das Trikot und die Radlerhose hoch. Hinter Jan platscht der Regen unvermindert hart auf den Asphalt, auf der Straße neben uns hat sich ein reißender Bach gebildet. Wenn Autos die Straße entlang fahren, schieben sie diesen mit einer riesigen Fontäne beiseite.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;Endlich, nach schier nicht enden wollendem Warten, wird der Regen schwächer. Auch peitscht er nicht mehr so arg auf das Klarsichtdach unserer Bushalte-Arche ein. Wir beschließen, in einer Viertelstunde weiterzufahren. Meine Radtaschen, mein Trikot, meine Hose - alles durchnässt. Meine Sonnenbrille - und das merke ich erst jetzt - kann ich dann wohl auch einpacken.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSI4U2QFI/AAAAAAAAAyA/WZyRgytHp20/s1600-h/06_Autobahn_Puttgarden_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSI4U2QFI/AAAAAAAAAyA/WZyRgytHp20/s400/06_Autobahn_Puttgarden_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248050515794083922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;Schwummrigen Rades geht es auf die nasse Fahrbahn. Vor allem Jan muss nun aufpassen - die schmalen, profillosen Slicks sind für sowas nicht gemacht. Wir durchqueren die kleine Stadt und holen den Regen ein. In einem nächsten Bushäuschen - dieses mal aus Holz - wartend beschließen wir, dem Regen einen Vorsprung zu geben. Meine Berechnung nach sind es auch nur noch höchstens 30 km bis zu Fähre nach Dänemark - ein schneller Ritt die E47 entlang sollte uns schnell zu ihr bringen.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;Endlich geht es los. Licht an, Spritzschutz justiert, die Augen auf - ich vorn, Jan hinten, so geben wir Gas. Leider hat die E-Straße keinen Radweg, also müssen wir auf den Seitenstreifen, der Gottseidank sehr breit ist, ausweichen.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;Was nun folgt, ist ein eineinhalbstündiger Gewaltritt. Wir sprechen nicht ein Wort in dieser Zeit.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt; Wir arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;Ich trete in die Pedale und halte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h. Jan füllt meinen Rückspiegel aus, sein Gesicht kann ich nicht erkennen, so nah fährt er auf. Nach wenigen Minuten schon haben wir unseren Rhythmus gefunden und unsere Kurbelbewegungen haben sich auf einander abgestimmt. Wenn ich zwei, drei Umdrehungen im Leerlauf fahre, tut er das auch, wenn ich dann wieder reintrete, beschleunigt auch er wieder. So können wir mit minimalem Abstand zueinander fahren und bilden unser eigenes, kleines Peleton.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;Wir erreichen die Fehmarnsundbrücke. Links von uns geht die Sonne schon unter - zartrosa färbt sie einen Teil des Horizonts ein. Immer wieder rauschen schwere LKW an uns vorbei - auch sie in Richtung Dänemark. Da sie mit dem Wind fahren, erwischt es uns jedes Mal knüppelhart - mich, da ich tiefer liege, vielleicht feuchter, Jan, da er höher sitzt, vielleicht heftiger. Ein mächtiger Sog nimmt uns jedes Mal von hinten auf und zieht uns förmlich an den LKW heran. Der - da schneller - ist schon weg, wenn wir unsere Räder stabilisieren und in die Wirbelschleppe geraten. Einige Schlenker später erwischt uns dann die Gischtwelle, die die Trucks hinter sich herziehen - unangenehm nass und kalt. Es stinkt kurz nach Diesel, wir schütteln uns, ordnen uns und setzen den Paarflug fort, bis der nächste 30-Tonner grollend an uns vorbeipoltert und die Turbulenzen wieder von vorn losgehen.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSXrO_9XI/AAAAAAAAAyI/oVLeqnOw7oI/s1600-h/08_fehmarnsundbruecke.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSXrO_9XI/AAAAAAAAAyI/oVLeqnOw7oI/s400/08_fehmarnsundbruecke.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248050769977931122" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="font-family: arial;"&gt;Drüben auf Fehmarn finden wir uns endgültig in der Dämmerung wieder - der tag geht zu Ende. Da Off-Season ist, ist der Verkehr sehr ruhig, nur ab und zu überholen uns Fahrzeuge, nur ab und zu kommen uns welche entgegen - um wie viel anders sah das noch im Sommer aus, als ich hier einen Tag mit der Speedmachine auf dem Zeltplatz verbracht hatte!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="font-family:arial;"&gt;Wir wechseln die Reihenfolge - Jan übernimmt die Führung. Ohne Worte, so können wir das mittlerweile, findet der Positionswechsel statt. Ich habe das stärkere Licht - und um nicht umgefahren zu werden, soll mein rotes Rücklicht die Fahrer besser warnen, als es seine LED-Funzel könnte. Ich tauche in seinen Windschatten ein, spüre sofort die Entlastung und kann einen Gang höher schalten, ruhiger drehen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Jan - und das soll mir im Laufe der anderen Tage noch mehr auffallen - fährt immer schneller, wenn er die Spitze hat. Ich merke es sogleich - dort, wo die letzte halbe Stunde konstant eine 30 stand, blinken jetzt 32, 33 - manchmal 35 km/h auf meinem Bike-Computer. Ich staune über seine Reserven - immerhin sind wir schon mehr als 100 Kilometer unterwegs und er hat es mit Sicherheit nicht so bequem wie ich gehabt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Ich taste mich an sein Hinterrad heran, bis auf wenige Zentimeter nah. Ich sehe mein Kettenblatt gefährlich nah an seinem Hinterreifen drehen, wie Reißähne eines nimmersatten Wolfes, der seine Beute hetzt. Ich spüre die 3, 4, 5 km/h mehr in den Beinen. Der Fahrtwind - obwohl in Jans Schatten - hat auch merklich zugenommen. Interessant, was wenige km/h ausmachen, wie groß der Unterschied am Ende zwischen 30 und 35 Sachen doch wirklich ist.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Schweigend hecheln wir die schnurgerade Strecke nach Puttgarden. Weit oben kann ich das Hotel, quasi als letzte Landmarke Deutschlands, erkennen. Immer mehr Schilder und Spuren weisen darauf hin, sich einzuordnen. Wir sind noch 5 km von der Fähre entfernt - im Sommer stehen sie bis hier her an. Jetzt freilich - in der Nebensaison und im Dunkeln - ist hier bequemes Durchkommen angesagt.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSh2xs_kI/AAAAAAAAAyQ/6ylry_1ZhZY/s1600-h/09_1_faehre_puttgarden.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSh2xs_kI/AAAAAAAAAyQ/6ylry_1ZhZY/s400/09_1_faehre_puttgarden.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248050944874970690" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Wir lassen rollen, als wir um die Kurve schießen und sich vor uns die Kaianlagen der Vogelfluglinie auftun. An zwei, drei Autos vorbei erreichen wir den Kartenschalter, kaufen für 14 Euro pro Person ein Ticket und stellen uns in die Schlange weniger wartender Touristen und Dänen an - in 20 Minuten soll die Fähre ablegen.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Ich stelle die Speedmachine ab, mache ein Foto und beschaue mir Jans Bianchi. Ein schönes Rad - extrem leicht, schnittig. Auf das Wesentliche reduziert - auf puren Speed und Leistung ausgelegt. Die Carbonkabel matt und stabil, einige Tropfen Spritzwasser laufen an ihr hinab. Der Rahmen - leicht und doch bruchfest, ohne Schnörkel, makellos geschweißt. Kein Komfort, keine Kompromisse - Federung sucht man vergebens. Auch die dünnen, windschnittigen Reifen, mit 7 Atmosphären Druck betonhart aufgepumpt, federn nicht. Die Reifen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Die Reifen!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Ich schaue genauer hin. Sehe kleine Blasen am Vorderrad. Denke noch so: "Wow, wir sind so schnell geheizt, dass das Wasser der Straße auf dem Gummi kocht!" - werde mir aber im selben Moment bewusst, dass das Quatsch ist. Jan hat ein Loch im Pneu!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Wieder Schwein gehabt - Glück im Unglück. Denn dass wir das Loch jetzt, da wir angekommen sind, bemerken, ist Glück. Mitten auf der dunklen E47, weitab der Fähre, wäre das jetzt wesentlich unangenehmer. Aber ich ärgere mich trotzdem: Flicken heißt die Devise während der Überfahrt.&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTS4Sj4cSI/AAAAAAAAAyg/-nhUCMvwdJk/s1600-h/ICE.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTS4Sj4cSI/AAAAAAAAAyg/-nhUCMvwdJk/s400/ICE.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248051330290315554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Neben mir schiebt sich ein Diesel-ICE der dänischen Staatsbahn auf das Schiff, dann können wir an Bord. Geübt und routiniert, ruhig und ohne Eile, baut Jan das Vorderrad aus. Wir nehmen es und das Flickzeug mit nach oben und machen es uns bequem. Während Jan flickt besorge ich heißen Tee und ein Sandwich.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Von der Fahrt bekommen wir so natürlich nichts mit - zumal es draußen ja auch schon nachtdunkel ist. Auf der Fähre selbst ist es ruhig - nicht so voll, wie einmal im Sommer, als ich hier hinüber nach Lolland gefahren bin. Dafür haben wir es schön bequem, haben es ruhig und sicher. Jan hat den Reifen fertig, pumpt ihn wieder auf und pünktlich, als die Fähre in Rödbyhavn ankommt, haben wir sein Rad wieder eingebaut und sind startklar.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSr9ycdBI/AAAAAAAAAyY/AB_UhjQNn4U/s1600-h/10_flicken.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTSr9ycdBI/AAAAAAAAAyY/AB_UhjQNn4U/s400/10_flicken.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248051118555821074" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Leicht fröstelnd rollen wir von Bord. Es ist stockdunkel. Schnell haben uns die wenigen Autos und LKW der Fähre überholt - gespenstisch ruhig wirkt es nun. Ab und zu brennen Straßenlampen, ansonsten ist es still in Dänemark. Auf dem Bike-Computer stehen schon 145 km. Unser Hotel soll laut Navigationsklaus noch eine Weile entfernt sein.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Wie im Blindflug, denn meine Leuchtmittel sind ein Witz, wenn man mal ehrlich ist, tasten wir uns aus Rödbyhavn heraus, durchqueren Rödby und setzen unseren Weg weiter nach Maribo - unserem Etappenziel - fort. Ab und zu überholt uns ein dänischer Autofahrer, der sich wohl wundern mag und deshalb konsequent bis zur letzten Sekunde mit Fernlicht fährt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Es ist ein höchst komisches Gefühl, bei Dunkelheit zu fahren - keine Anhaltspunkte mehr, wie schnell man ist, extrem eingeschränkte Sicht - aber es macht irgendwie Spaß, hat etwas Spannendes. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir endlich in Dänemark sind, unserem Etappenziel nahe kommen und nun diese Tour endgültig begonnen hat - wir haben Deutschland verlassen!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Á propos verlassen - unser Hotel finden wir dann auch endlich, nachdem mir eine hübsche Dänin in einer ansonsten verlassenen Tankstelle noch einmal in wundervollem Akzent-Englisch den Weg beschrieben hatte. Mitten in der Gabelung der "B"-Straße und unserer guten alten E-Straße, die uns schon nach Puttgarden gebacht hat und nun eine ausgewachsene Autobahn ist, liegt unser Hotel.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;3 Sterne. Dank automatischem Check-in an einem Siebzigerjahre-Roboter-Schalter 24 Stunden geöffnet. Der Straßenlärm der Europastraße ist Programm - und so heißt das Hotel auch treffend E4.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Kein Roboter, sondern eine freundliche Frau empfängt uns, kassiert uns ab und händigt uns die Schlüssel aus. Als wir die Räder zum Zimmer schieben, bemerkt Jan das zweite Loch - diesmal ist es der Hinterreifen. Wieder Schwein gehabt! So im Stockdunkel an einer dänischen B-Straße im Fernflutlicht verängstigter Nachtfahrer einen Schlauch zu flicken, das hätte uns jetzt noch gefehlt!&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Unser Zimmer ist nicht groß, aber sauber. Wir duschen, reiben die Waden mit Franzbranntwein ein und zappen durchs dänische Fernsehprogramm. Da kein Restaurant in der Nähe ist - und sowieso nicht mehr offen hätte, weil es schon nach 22 Uhr ist - kaufen wir uns zwei Pils und eine Tüte Chips an der Rezeption. Und - es war ja zu ahnen, aber wir erleiden trotzdem einen Schock: Das Bier kostet knapp 7 Euro! Hier ist jetzt also Genießen angesagt ...&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Seelig, mit dem heißen Brennen des Blutes, das noch eine Weile durch meine Adern schießt, träume ich mich hinüber, vergesse den Straßenlärm der Autobahn hinter unserem Fenster&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt; und schlafe ein.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;Ich träume von Löchern, brennender Sonne und einem hoffentlich tollem Frühstück, das morgen inklusive ist.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" face="arial"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMvqVtXNHI/AAAAAAAAAww/hV3u_CNLjgg/s1600-h/Etappe_1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMvqVtXNHI/AAAAAAAAAww/hV3u_CNLjgg/s400/Etappe_1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247590395245180018" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:arial;font-size:100%;"  &gt;Trotz der beiden Pannen eine wunderbare erste Etappe - ich bin stolz auf Jan, dessen beinharte Kondition mir Respekt abverlangt und mich froh macht, denn nun bin ich mir sicher, dass wir Göteborg erreichen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gefahren: 177,45 km in 7 h 12 min und 24,6 km/h Schnitt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch schön: Die Speedmachine im Backofen Europas. &lt;a href="http://www.recumbentlyportugal.blogspot.com/"&gt; Portugal per Liegerad&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-6682623261375402771?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/6682623261375402771/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=6682623261375402771' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/6682623261375402771'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/6682623261375402771'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/tag-1-aller-anfang-ist-schwer-mit-2_19.html' title='Tag 1 &quot;Aller Anfang ist schwer. Mit 2 Löchern.&quot;'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNTRbQC6glI/AAAAAAAAAxg/7tA7YrPINgs/s72-c/161.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-7546729975968775596</id><published>2008-09-19T07:05:00.022+02:00</published><updated>2008-10-04T09:58:28.631+02:00</updated><title type='text'>Tag 7+8 "Kreuzfahrtfeeling und Heimatgefühle"</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Göteborg (Fähre) - Kiel - Bad Bramstedt - Hamburg&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So richtig viel habe ich heute nicht vor, bemerke ich, als ich aufwache und mir klar wird, dass es nun der Tag der Heimreise ist, der draußen vor dem Fenster graut. Unser Schiff wird erst um 19 Uhr ablegen, wir haben also den ganzen Tag zur Verfügung. Sightseeing, befürchte ich. Gar nicht so mein Ding. Jan hat gestern noch im kostenlosen WLAN unseres Abrisshotels ein paar Museen entdeckt, die ihn interessieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchFB-zBWI/AAAAAAAAA_E/vRle4t3_dZs/s1600-h/03_stena_bridge.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchFB-zBWI/AAAAAAAAA_E/vRle4t3_dZs/s400/03_stena_bridge.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253203860665861474" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mich interessiert nur die "Vasa", jenes klassische Segelschiff, das der Gier des Königs willen, das mächtigste Kriegsschiff seiner Zeit zu besitzen, mit so viel Kanonen bewaffnet wurde, dass es bei der Jungfernfahrt in seichtem Seegang unterging.&lt;br /&gt;Mit Schock werde ich nacher feststellen, dass die "Vasa" nicht in Göteborg, sondern in Stockholm zu besichtigen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stehen auf, reinigen uns und stürmen das Frühstücksbüffet, das - welch´ Wunder - der Abrissatmosphäre unseres Hotels in nichts dasteht. Jan meint, das wäre alles noch okay, vielleicht hat er Recht, mich aber kann es nicht vom Sessel hauen. Welten liegen zwischen dieser Herberge und dem tollen Hotel, das wir in Bostad hatten oder dem Domizil der Tischtennisweltmeisterin in Falkenberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist kühl geworden, die Wolkendecke hat sich geschlossen und wir müssen uns dick einpacken, als wir unsere sieben Sachen im Zimmer zusammensuchen, alles zum Check-Out vorbereiten und wenig später einschließen lassen.&lt;br /&gt;Museum ist angesagt.&lt;br /&gt;Wir verabschieden uns vom einzigen Lichtblick des Hotels - der Rezeptionsblondine, die wie immer nett und höflich in dem den Schweden so eigenen, wundervollen Dialekt "Bye und kommt bald wieder" sagt, dabei entwaffnend grinst, das einem das Herz aufgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frierend laufe ich neben Jan her, als wir die Hauptmagistrale Göteborgs entlangstreifen und freue mich, als wir endlich im Kunstmuseum sind um uns die Hasselblad-Ausstellung anzusehen.&lt;br /&gt;Der Tag geht schnell vorrüber, wir bummeln durchs Museum, durch das eine oder andere Ladengeschäft, gehen noch einmal essen und dann holen wir gegen 15 Uhr die Taschen und Räder aus dem Hotel - und sagen Tschüs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile ist auch der Himmel etwas freundlicher, aber kalt bleibt es trotzdem. Wir ziehen uns die Clickschuhe an und fahren zum Stena-Deutschland-Terminal. Unser Schiff, die "Stena Germanica" liegt schon bereit, ein paar Autos und einige Trucks stehen ebenfalls schon an. Aber viel ist hier noch nicht los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOcg25xEiiI/AAAAAAAAA-0/NOJVcGOTLtI/s1600-h/01_waiting.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOcg25xEiiI/AAAAAAAAA-0/NOJVcGOTLtI/s400/01_waiting.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253203617942637090" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am Sammelpunkt stehen zwei schwer bepackte Trekkingräder. Fahrradnomaden wie wir. Diese hier aber sind wirklich mit den schweren Sachen unterwegs: Zelt und Kochausrüstung, Lenker und Gepäckträger schwerstens bestückt mit Taschen aller Art.&lt;br /&gt;Das Display verrät, dass wir noch eineinhalb Stunden auf den Check-In zu warten haben, also vertreiben wir uns die Zeit im Aufenthaltsraum für die Trucker, wo es fiesen Kaffee umsonst gibt, oder bei Gesprächen mit den beiden Radnomaden, die sich als Rentnerehepaar auf der Tour von Norwegen durch Schweden erweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell geht die Zeit vorrüber, irgenwann schaltet die Ampel auf Grün, wir rollen (als erste) an Bord, verstauen im Vorschiff unsere Räder und suchen unsere Kabine. Nummer 8552, Deck 8, Heck, Innen. Die ganze Fahrt kostet uns beide 210 Euro - ein fairer Preis, wie ich finde. Die Kabine ist sauber und relativ geräumig, vergleichbar mit dem "Hotelzimmer" in Kopenhagen.&lt;br /&gt;Wir verlieren keine Zeit, verstauen alles und stürmen an Deck, nicht ohne und vorher ein zünftiges Pils zu besorgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOcg96XsJkI/AAAAAAAAA-8/dK-3wUnlihY/s1600-h/02_stena.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOcg96XsJkI/AAAAAAAAA-8/dK-3wUnlihY/s400/02_stena.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253203738363700802" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Schiff ist riesig, wir stehen 40 Meter über dem Betonkai, auf dem sich die Trucks und Autos einem riesigen Lindwurm gleich in den Stahlbauch des Schiffes schieben.&lt;br /&gt;2 Stunden später dann das Horn - Ablegen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchPxl_1UI/AAAAAAAAA_M/7Cvaaojt7kI/s1600-h/04_leaving_gothenburg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchPxl_1UI/AAAAAAAAA_M/7Cvaaojt7kI/s400/04_leaving_gothenburg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253204045245437250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchYRHIH8I/AAAAAAAAA_U/zgCnMWFUjuU/s1600-h/05_leaving_gothenburg_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchYRHIH8I/AAAAAAAAA_U/zgCnMWFUjuU/s400/05_leaving_gothenburg_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253204191144845250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir sind wieder an Deck, beobachten, wie das Schiff Fahrt aufnimmt, wie es sich unter der riesigen Brücke hindurchschiebt. Hinten geht wieder einmal theatralisch die Sonne unter, an Backbord wird die Stadt lichter, dann, keine 15 Minuten nach dem Ablegen, sehen wir nur noch nackte Schären.&lt;br /&gt;Wir sind unterwegs!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchenSKUhI/AAAAAAAAA_c/zwP0JiuO4q0/s1600-h/06_schaeren.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchenSKUhI/AAAAAAAAA_c/zwP0JiuO4q0/s400/06_schaeren.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253204300175921682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Was macht man an Bord eines Schiffes, das 13 Stunden unterwegs sein wird? Duty free und Biertrinken!&lt;br /&gt;Das haben wir uns vorgenommen.&lt;br /&gt;Das war abgesprochen.&lt;br /&gt;Und so ziehen wir es nun durch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchmkcKbsI/AAAAAAAAA_k/3IAco-34c2g/s1600-h/07_party.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchmkcKbsI/AAAAAAAAA_k/3IAco-34c2g/s400/07_party.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253204436851519170" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ein paar Stunden später haben wir uns eine Nische mit Sitzmöbeln ergattert und leeren eine Bierdose nach der anderen. Nicht, ohne vorher im Restaurant eine Portion zünftige Köttbullar gegessen zu haben.&lt;br /&gt;Betrunken und glücklich sind wir gehen 1 Uhr in der Koje. Ich kann sofort einschlafen, der sanfte Seegang und das Brummen unserer Motoren helfen mir dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Lautsprecher werden wir am nächsten Morgen geweckt - klar, denn in einer Innenkabine, in der es stockduster ist, kann man den Sonnenaufgang schlecht sehen. Ich stehe auf, mache mich klar - yeah, endlich wieder Radklamotten! - und stürme hinaus an die frische Luft. Ich stehe am Heck, schaue auf das mächtige Kielwasser das unser Pott hinterlässt, als rechts neben mir Kiel-Laboe und das Marineehrenmal vorbei fliegen. So nah schon!&lt;br /&gt;Jan ist schnell geweckt, die Klamotten gepackt, als auch schon die Durchsage kommt, dass wir in 20 Minuten anlegen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchsoTaYGI/AAAAAAAAA_s/xwCBt3dFVMQ/s1600-h/08_in_kiel.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchsoTaYGI/AAAAAAAAA_s/xwCBt3dFVMQ/s400/08_in_kiel.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253204540967772258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Manöver verfolgen wir vorn durch die großen Panoramascheiben. Endlich, mich freut es - Deutschland! Du hast uns wieder! Und welch´ ein schönes Gefühl, als wir die Rampe hinabrollen endlich wieder deutschen Boden unter unseren Rädern haben, deutsche Schilder lesen, deutsches Geschnatter hören, denke ich mir, freue mich und ... werde prompt angehupt, weil ich auf der Straße, nicht auf dem Radweg fahre.&lt;br /&gt;Radwegnazis! Ja, auch über Euch Idioten freue ich mich irgendwie, denn - leider - gehört Ihr auch zu meiner Heimat. Aber ich erziehe Euch noch, keine Angst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir frühstücken bei einem Kieler Bäcker, dann geht es los. 90 Kilometer bis Hamburg, da haben wir schon besser gelacht. Auch die Kieler Berge können uns nicht schrecken, die Strecke ist bekannt, es rollt sich schnell und gut. Auch meine Befürchtungen, dass sich der stark schiebende Rückenwind der letzten Woche nun zu einer schier undurchdringlichen Mauer aus entgegenfliegender Luft entwickeln würde, bestätigt sich nicht - wie per Knopfdruck hat sich die Windrichtung auf West gestellt, bläst nun also von der Seite, was nicht angenehm, aber auch nicht besonders schlimm ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOciAkusdKI/AAAAAAAAA_0/oRmzSKuiprY/s1600-h/09_gleich_daheim.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOciAkusdKI/AAAAAAAAA_0/oRmzSKuiprY/s400/09_gleich_daheim.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5253204883605845154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So jagen wir die deutschen Radwege (also einen Huckel nach dem anderen) entlang und freuen uns, auf den letzten Kilometern dieser spannenden Reise zu sein. Freuen uns auf einen Kaffee, wenn wir ankommen, ein leckeres Pastaessen, wenn wir umgezogen sind und ich, ich freue mich auf meine Badewanne, wenn Jan wieder im Zug nach Berlin sitzt. Aber das sage ich ihm so natürlich nicht ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Stunden später biegen wir von der großen B-Straße nach Niendorf ein, hier kenne ich mich aus, hier fahre ich täglich meine Runde. Ich grüße die Pferde auf der Koppel am Vielohweg, fliege im Slalom um die Verkehrsberuhigungsblumenkästen und biege an meiner Heimat-Shell zackig ab. Dann endlich, nach 8 Tagen, mir geht mein Herz auf: Mein Haus, meine Wohnung. Wir sind da!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gefahren: 92,17 km in 3 h 53 min und 23,6 km/h Schnitt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch schön: Die Speedmachine im Backofen Europas. &lt;a href="http://www.recumbentlyportugal.blogspot.com/"&gt; Portugal per Liegerad&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-7546729975968775596?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/7546729975968775596/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=7546729975968775596' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/7546729975968775596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/7546729975968775596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/tag-7-kreuzfahrtfeeling-und.html' title='Tag 7+8 &quot;Kreuzfahrtfeeling und Heimatgefühle&quot;'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOchFB-zBWI/AAAAAAAAA_E/vRle4t3_dZs/s72-c/03_stena_bridge.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-2334982806551758168</id><published>2008-09-19T07:02:00.080+02:00</published><updated>2008-10-03T10:55:49.029+02:00</updated><title type='text'>Tag 6 "Kusssehnsüchte am Västkusten-Weg"</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Falkenberg - Morup - Varberg - Tangaberg - Kungsbacka - Mölndal - Göteborg&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stehen wie gewohnt um 8 Uhr auf. Ich kann es schon kaum mehr erwarten, mein Traum dreht sich auch wie die Kurbeln meines Antriebs. Ich will wieder rauf, aufs Rad. Es soll endlich wieder losgehen - dieser freie Tag nervt mich, jetzt, da er emdlich vorbei ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXZrTmtqUI/AAAAAAAAA7k/MHHaTXLwWqU/s1600-h/00_dark_clouds.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXZrTmtqUI/AAAAAAAAA7k/MHHaTXLwWqU/s400/00_dark_clouds.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252843878417803586" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist mir, als sei ich aufgehalten worden von all dem Müßiggang, von dem faulen Herumlungern, dem Schleichen am Strand und Schlendern durch schöne Gassen. Nein, das ist nichts für mich - die Straße ruft, ich vermisse das Surren meines Rohloff Speedhubs, ich sehne mich nach dem lockeren Griff um meinen Hörnchenlenker, das sanfte Federn meiner Gabel bei Unebenheiten des schwedischen Asphalts - Raus! Aufstehen, ihr müden Glieder!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will wieder Speedmachine fahren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan freilich sieht das wohl nicht ganz so euphorisch. Gewohnt schläfrig und mit allerlei ausgiebigem Ächzen begleitet schiebt sich sein schlafzerknautschtes Gesicht unter der Decke hervor, als ich zum Sturm aufs Büffet rufe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kleiden uns an - ich endlich wieder in die engen Radklamotten - und stehen ein wenig später tatsächlich wieder im tiptop ausgestatteten Frühstücksraum und schaufeln uns in gewohnt sportlicher Manier die Teller voller mehr oder weniger Gesundes. Der Kaffee ist frisch und heiß, Brötchen und Müsli sättigen und so haben wir schnell die Grundlage für den kurzen Endspurt nach Göteborg - dem endgültigen Reiseziel dieser Tour.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flux sind die sieben Sachen gepackt, die Räder aus dem Schuppen geholt, Handschuhe an und Helm aufgeschnallt und gegen 10 Uhr rollen wir - der Tischtennisweltmeisterin winkend - vom Hof des schönes Hotel Pallas in Falkenberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als sonst - und das wundert mich - klagt Jan nicht. Normalerweise ächzt er bei jeder Umdrehung seiner Kurbeln, und das die ersten 500 Meter lang. Dieses Mal scheint mir, war es sogar ihm zu viel geworden, im kleinen Holzkabuff im Garten zu hocken und zwischen den drei schwedischen Sendern und RTL zu zappen. Heute, das merke ich, freut sich selbst Jan darüber, endlich wieder auf seinem Bianchi zu sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXcyWQLLrI/AAAAAAAAA9c/VKxzadafVQU/s1600-h/16_endspurt.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXcyWQLLrI/AAAAAAAAA9c/VKxzadafVQU/s400/16_endspurt.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252847297922543282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir fahren zunächst in Richtung Hafen, nehmen am großen Kreisverkehr die Straße nach Norden und biegen ein wenig später auf die (hoffentlich) wenig befahrene Küstvagen ein, die wiederum parallel zur altbekannten E-Straße direkt am Ufer des Kattegat bis nach Göteborg führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell haben wir Falkenberg hinter uns gelassen und fahren mal in strahlendster Sonne, mal unter dicken grauen Wolken durch die Frische Schwedens. Wir haben Glück - bis hoch nach Göteborg - denn es regnet nicht. Im Gegenteil, bis zum Nachmittag wird es aufklaren und wenn wir ankommen, wird die Sonne scheinen, uns wärmen und unter den aus Vorsicht gewählten langen Klamotten zum Schwitzen bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXaBtDpgxI/AAAAAAAAA70/anfQGucBwyg/s1600-h/02_speedmachine_side.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXaBtDpgxI/AAAAAAAAA70/anfQGucBwyg/s400/02_speedmachine_side.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252844263207174930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir fahren nah an der Küste und jedes Mal, wenn ich meinen Kopf drehe und über den schmalen Streifen, der uns vom Wasser trennt, schaue, geht mein Herz auf: Ich sehe große und kleine Felsen aus dem ruhigen Spiegel der See auftauchen, ich sehe eine wild gezackte, wie abgerissen wirkende Küstenlandschaft von so wildromantischer Schönheit, dass ich am liebsten anhalten und an Ort und Stelle eine Blockhütte (mit Steg und Sauna) errichten möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXZ2XDUT_I/AAAAAAAAA7s/9EE7wfiCzjQ/s1600-h/01_kueste.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXZ2XDUT_I/AAAAAAAAA7s/9EE7wfiCzjQ/s400/01_kueste.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252844068321644530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hier sieht Schweden wie Schweden aus, befinden wir, während wir in ruhigem Paarflug die leere Straße entlangradeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Tritt ist beständig und treibend, aber heute stellen wir keine Rekorde auf. Knappe 100 Kilometer sagt die Karte - ich will es nicht ganz so langsam angehen, weil ich noch Zeit in Göteborg verbringen möchte, will aber mit Sicherheit auch keine neue Maximalgeschwindigkeit in den Speicher meines Bike-Computers prügeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann verbreitert sich die Straße, der Seitenstreifen verschwindet und wir fahren eine sich sanft über kleine Hügel ziehende, schnurgerade Strecke entlang. Ab und zu saust ein Holz-Truck an uns vorbei, kommt ein Volvo-Kombi von hinten und zwingt uns in Reihe zu fahren, aber die meiste Zeit sind wir allein auf breitem Asphalt.&lt;br /&gt;Wir sprechen über so viele Themen, dass ich das kaum wiedergeben kann, reden über Muskelaufbau, Körperpflege, schwedische Gene und alles mögliche - die Konversation treibt besondere Blüten, hier, in der Einsamkeit scheinbar unberührter Natur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXaN4Yg-UI/AAAAAAAAA78/KkIAziHqICE/s1600-h/03_open_space.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXaN4Yg-UI/AAAAAAAAA78/KkIAziHqICE/s400/03_open_space.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252844472405915970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich komme mir vor wie in Russland - so stelle ich es mir vor. Die Weite der Tundra, dann eine einsame Straße, die sich Tausende Kilometer schnurstracks durch die grüne Einöde zieht. Fast kommt es mir vor, als seien wir schon Stunden auf diesem Teil unterwegs, ich ertappe mich dabei, Schlangenlinien um die Fahrbahnmarkierung zu fahren, um überhaupt zu lenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Linkerhand scheint es Ebbe zu sein, wir kommen an Buchten ohne Wasser vorbei. Oft wagen sich die schönen Rinder, die hier nah am Wasser ihre Grasreviere haben, bis in die Schlickgebiete des fehlenden Meeres vor - fressen schwedische Kühe etwa Algen? Muscheln? Plankton?&lt;br /&gt;Die Japaner schwören ja darauf ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXabKa_YAI/AAAAAAAAA8E/HyEArbqfJFk/s1600-h/04_schaerenkueste.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXabKa_YAI/AAAAAAAAA8E/HyEArbqfJFk/s400/04_schaerenkueste.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252844700586434562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Unsere Lungen ziehen die gesunde Atmosphäre bis in die kleinsten Winkel - salzige Meeresbrise mischt sich mit dem würzigen Moosduft, der vom sattgrünen Wald neben uns heran zieht. Fast mag sich unsere Nase nicht entscheiden können, was sie nun riecht, aber wie auch immer man diese Melange bezeichnen mag - es duftet fantastisch! Mehrmals ziehe ich bewusst so viel Luft wie ich nur kann hinein, atme einfach in alter Qigong-Manier und genieße es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fühle mich frei, hier, in the middle of nowhere, wirklich frei, weil ein bisschen verloren, weil ein bisschen kleiner als sonst, weil ein bisschen weiter weg als sonst. Hier oben, hier draußen scheint mein normales Leben so weit entfernt, dass es fast pervers wirkt, an Bürostuhl, klingelndes Telefon, Anzughose mit Nadelstreifen und Werbe-Konzepte zu denken. Hier draußen wirkt alles auf einmal so lächerlich, so unwichtig. Was kümmere ich mich um all das - hier oben, hier draußen ist die wahre Freieheit, das wahre Leben.&lt;br /&gt;Oder doch nicht?&lt;br /&gt;Wer zahlt meine Miete? Füllt meinen Kühlschrank? Kleidet und sättigt mich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gesagt, Konversation und Gedankenflüge treiben hier draußen auf gerader Strecke sonderbare Blüten ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXalT4_dyI/AAAAAAAAA8M/gxdtx6Fi6GY/s1600-h/05_strom.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXalT4_dyI/AAAAAAAAA8M/gxdtx6Fi6GY/s400/05_strom.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252844874926880546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Immer wieder wird die flache, nur leicht gewellte Landschaft von riesigen Felsen unterbrochen, die auf einmal Wege versperren und wie nach einem brutalen Agriff durch die perfekte grüne Graslandschaft brechen. Gern lassen wir uns auf oder neben ihnen zu Pausen nieder - ich finde es plötzlich sehr heiß in meiner langen Radkombi, auch Jan hat seine Hose auf kurz umgestellt und schwitzt. Dann sitzen wir da, essen einen Powerriegel, trinken Apfelschorle und ruhen uns aus. Viel ruhen müssen wir allerdings nicht - wir haben uns beide an den Rhythmus der Fahrt gewöhnt, Muskeln und Sehnen wehren sich nicht mehr gegen die Belastungen der Fahrt und so haben wir heute keine Schmerzen, müden Glieder oder sonstiges zu beklagen.&lt;br /&gt;Meist geht es nach 15 Minuten schon weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXazIdU9qI/AAAAAAAAA8U/R4klHNs9_YM/s1600-h/06_picknick_mit_kuehen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXazIdU9qI/AAAAAAAAA8U/R4klHNs9_YM/s400/06_picknick_mit_kuehen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252845112376227490" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wenn Jan bei den vergangenen Etappen gern mal Schwächephasen hatte, er sich dann in einer Tour beschwerte über dieses und jenes Zipperlein, sich oft zurück fallen ließ, scheinbar stundenlang auf dem schmalen harten Rennsattel hin und her rutschte, um eine halbwegs ertragbare Sitzposition zu finden und mit schmerzintoniertem Ächzen neben mir jede Kurbelumdrehung seines Campagnolo-Antriebes kommentierte, so scheint er heute ein anderer Mann zu sein. &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXb4DK6D1I/AAAAAAAAA88/ONYjFro5RwU/s1600-h/12_jan_hero.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXb4DK6D1I/AAAAAAAAA88/ONYjFro5RwU/s400/12_jan_hero.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252846296367763282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eisern und kraftvoll, dabei ruhig und betont professionell tritt er in seine Pedale. Die Geschwindigkeit hält er konstant und locker.&lt;br /&gt;Oder ist es nur das nahe Ziel, das ihn ruhig stellt? Ich weiß es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbNO88TRI/AAAAAAAAA8k/cVbhbvpxx-4/s1600-h/09_abfahrt_dschungel.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbNO88TRI/AAAAAAAAA8k/cVbhbvpxx-4/s400/09_abfahrt_dschungel.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252845560796040466" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir erreichen das kleine Küstenstädchen Varberg, das wir aber nur durchqueren und links liegen lassen. Irgendwie ist uns nicht nach anhalten, irgendwie treibt es sich gerade so schön die Ketten an, irgendwie haben wir den Drive, der uns schnell voranbringt. So eine Sache sollte man nicht unterbrechen - wir fliegen durch Varbergs Straßen und verlassen die Stadt wieder in Richtung grüne schwedische Natur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann gibt es auch wieder Kurven. Dann geht es meist rund um einen der kleinen Berge oder über ihn hinweg. Wenn, dann komme ich so richtig ins Schwitzen. Bei mehr als 20 Grad mit langen Klamotten zu fahren produziert eine Menge Wärme, die sich unter dem Stoff staut und den Schweißfluss anregt. Meistens bin ich es, der deshalb auf den Kuppen der Berge zu einer kleinen Bananenpause mahnt. Dann sitzen wir inmitten duftender Nadelgehölze auf mossbewachsenen Granitblöcken und verschlingen die kaliumreiche Energiekost.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbA88JLPI/AAAAAAAAA8c/AdRKj_CDmlI/s1600-h/08_pause.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbA88JLPI/AAAAAAAAA8c/AdRKj_CDmlI/s400/08_pause.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252845349802421490" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Sonne nähert sich langsam ihrem Zenit - Mittagszeit. Und auch wenn das Frühstück heute üppig wie immer war und schon zwei große Bananen samt einiger Powerriegel in den Tiefen meines Verdauungssystems verschwunden sind, ist es bald knurrender Hunger, der uns in unseren Sätteln quält.&lt;br /&gt;Wir beschließen, Mittag zu essen.&lt;br /&gt;Und das bedeutet, wir müssen in dieser mal nordischen Waldlandschaft, mal wie Dithmarschen anmutende Graswüste ein Restaurant finden.&lt;br /&gt;Dass Off-Season ist, hatte ich schon erwähnt? Damals hatte ich es vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also Mittag machen. Wir beschließen, im nächsten Dorf Halt zu machen und uns in einem Restaurant zu laben. Das nächste Dorf, es heißt Frillesas und ein Willkommensschild begrüßt uns nach wenigen Minuten. Wir biegen von dem Küstvagen ab und rollen ein. Sogar ein Schild mit gekreuztem Besteck finden wir, ich bin guter Dinge, schalte einen Gang runter und beschleunige - der Hunger setzt wieder Kräfte frei. Jan läst sich zurück fallen, er bleibt seinem runden Tritt treu.&lt;br /&gt;Die Straße windet sich durch das Dorf. Frillesas scheint ein klassischer Ferienort zu sein - Einfamilien-Ferien-Häuser reihen sich aneinander, kaum zu unterscheiden die einzelnen Nebenstraßen, die vollgepackt sind mit diesen Erholungsstätten. Wenn nicht ab und zu das blaue Essensschild den Weg weisen würde, ich hätte mich glatt verfahren.&lt;br /&gt;Irgendwann biegen wir rechts ein und dann geht es nur noch seicht bergab - vor uns, in etwa 600 Metern Entfernung, liegt die zerklüftete Küste. Ich rufe Jan zu, dass ich gern vorher noch ans Meer will. Also lasse ich rollen, Jan neben mir. Wir schießen auf den Strand zu, der freilich bis zum Wasser grün und saftig ist und dann in Fels übergeht. Ich lasse die Speedmachine auf einem der Felsen ausrollen, Jans dünne Reifen stecken im Morast der Wiese.&lt;br /&gt;Ein Blick hinaus, tief Luft geholt und umgedreht - Essenszeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Campingplatz, der sich hinter uns am Berghang ausbreitet, ist - natürlich - bis auf ein paar Plastikbehausungen der Dauercamper leer gefegt und hat geschlossen. Ich bete, dass sich das Gekreuzte-Besteck-Schild nicht auf diesen Platz bezogen hatte.&lt;br /&gt;Hatte es nicht, wie wir gleich feststellen, denn ein wenig bergan ist es, ein Restaurant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erklimmen die steile Auffahrt, parken unsere Gefährte und klackern lautstark mit unseren Clickschuhen in die Räume. Geschlossene Gesellschaft - das steht zwar nirgendwo, ist aber unübersehbar. Ich will schon verzweifeln, als Jan einfach frech in den Speisesaal geht und sich an den Eingang der Küche stellt. Ich komme mit.&lt;br /&gt;Erst ein, dann zwei Mädchen kommen heraus, sehen uns, lächeln und kommen zu uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sind - blond. So blond! Oh mein Gott sind sie blond!&lt;br /&gt;Ihr Lächeln vertreibt sofort jegliches Hungergefühl.&lt;br /&gt;Ich starre, ertappe ich mich.&lt;br /&gt;Und beschließe spontan, noch heute auszuwandern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob sie denn noch etwas zu essen für uns hungrige Radfahrer hätten? - fragen wir und setzen unser charmantestes Lächeln auf. (Welches allerdings sicher vom Sport-Geruch, den wir verströmen, auf interessante Weise konterkariert wird)&lt;br /&gt;Sie hätten geschlossene Gesellschaft heute, meint die eine Königin der Blondinen, aber Moment, die fragt mal.&lt;br /&gt;Beide lächeln wieder, entwaffnen uns dabei, wir schauen uns nur an, aus Jans Augen tropft auch Sehnsucht. Na, da bin ich beruhigt. Sie gehen in die Küche zum Koch, dann kommen sie heraus und gehen zu den Leuten der geschlossenen Gesellschaft, fragen etwas.&lt;br /&gt;Mir ist das peinlich, aber dann sehe ich, wie die Kellnerschürzen ihre wohlgeformten Hintern in Szene setzen und beschließe, dass mir heute nichts mehr peinlich ist.&lt;br /&gt;Ein bisschen deplatziert und peinlich berührt komme ich mir jedoch schon vor ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbmG4OoZI/AAAAAAAAA80/8Uu9-C-0Z5o/s1600-h/10_lucky_to_get_food.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbmG4OoZI/AAAAAAAAA80/8Uu9-C-0Z5o/s400/10_lucky_to_get_food.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252845988125516178" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Sie kommt zurück - Zahnpastawerbefachleute hätten ihre wahre Freude an dieser Frau! - und meint, dass wir warten sollen, bis sich die Gesellschaft am Büffet bedient hätte, dann könnten auch wir uns nehmen.&lt;br /&gt;Wir bedanken uns, sind begeistert.&lt;br /&gt;Die beiden Bienen decken einen Tisch für uns ein, bringen uns etwas zu trinken und fragen, ob alles okay sei.&lt;br /&gt;Alls okay, Ihr hübschen Frillesasser Frauen, alles in bester Ordnung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15 Minuten später haben wir unsere Teller voll geladen und können unsere leeren Mägen auffüllen. Nicht selten schiele ich herüber zu den Mädchen. Und stillschweigend haben wir beide beschlossen, diesmal ein besonders hohes Trinkgeld da zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahnsinn, diese Schwedinnen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir nach dem Bezahlen wieder vor die Tür treten, ist bestes Radfahrwetter - der Himmel ist blau, die Sonne scheint und immer noch treibt ein starker Wind aus Süden die Lüfte nach Norden. Uns soll es Recht sein - Göteborg ist nicht mehr weit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbZl-mGwI/AAAAAAAAA8s/7yToW0rZX4A/s1600-h/11_landscape.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXbZl-mGwI/AAAAAAAAA8s/7yToW0rZX4A/s400/11_landscape.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252845773135420162" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich überlege noch, ob ich nicht doch ein Foto mit den beiden hätte machen sollen, nacher glaubt mir wieder keiner, aber ich beschließe, dass ich zu schüchtern und der Moment sowieso zu kostbar, zu perfekt war, um das mit einem schnöden "Can I take a picture?" kaputt zu machen.&lt;br /&gt;So verlassen wir Frillesas, das schöne Küstendörfchen mit den beiden Bedienungsköniginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren locker, aber zügig, verdauen den Geschlossene-Gesellschaft-Braten und plaudern locker mal über die Vorzüge der einen, mal über die der anderen Blondine. Und so vergeht die Zeit wie im Fluge, als wir Kungsbacka, die letzte Stadt vor Göteborg erreichen. Gerade mal wieder ein gutes Stündchen unterwegs, beschließen wir angesichts des unschlagbaren Wetters, die Mittagszeit mit einem zünftigen Macchiato zu beschließen. Schließlich sind wir ja nebenbei noch Menschen und wollen - Sport hin oder her - auch noch genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren also in die schmucke Fußgängerzone von Kungsbacka und finden auch schnell ein ansehnliches Café. Die Räder am Straßenrand geparkt, draußen einen Tisch in Beschlag genommen - die Sonne scheint mittlerweile ganz so, als wolle sie noch einmal demonstrieren, wie sich Sommer anfühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin dran mit holen. Und so gehe ich mit ausreichend Kronen ausgestattet ins Innere.&lt;br /&gt;Und lande in einem Film: Einem "Aliens in Blondinengestalt haben die Erde übernommen, alle umgebracht und ich bin der einzige überlebende Mensch"-Film.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Café ist blond. Ausnahmslos. Mich trifft es fast wie ein Schlag - wo man hinsieht, nur Blondinen! Hübsche, langhaarige, schnatternde, lächelnde, zuhörende, mit ihren großen blauen schwedischen Augen klimpernde, gut gekleidete, wunder wunder wunderschöne Blondinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich habe enge Radklamotten an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie benommen, schweigend - fast andächtig sitzen Jan und ich an unserem Tisch. Er hält sich an seinem iPhone fest, mit dem er vorgibt, Routendaten anzuschauen, ich tauche ein ums andere mal kopfschüttelnd in meinem Macchiato ab - so etwas habe ich noch nie gesehen!&lt;br /&gt;Tatsächlich befindet sich kein einziger Mann in dem Café. Ausschau haltend in der Füßgängerzone, kann ich auch keinen erblicken. Ja, ab und zu fährt mal ein verbeulter alter Volvo in Schrittgeschwindigkeit vorbei - da mag es sein, dass mal ein vollbärtiger männlicher Schwede drin sitzt, aber so, draußen, freilaufend ... ich sehe niemanden! Perfekt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter mir, neben uns, vorne, hinten, drinnen draußen - alles voller Schwedinnen. Alles voller hübscher Frauen, die aussehen, als seien sie nach dem Vorbild der schwedischen Flagge gemacht: Viel Blau in den Augen, viel reines Goldgelb in den Haaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben die City of Blondes entdeckt und wollen kaum los. Ich frage mich mittlerweile ernsthaft, ob man innerhalb der EU noch Asyl stellen kann ... bevor mir einzelne Körperteile platzen, folge ich Jan zu den Rädern und fahre mit ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir atmen mehrmal frei durch, als wir Kungsbacka verlassen haben.&lt;br /&gt;Vor uns liegt ein großes Naturreservat an dessen anderem Ende dann auch schon Göteborg liegt. 20, vielleicht 30 Kilometer noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXcLRwa6LI/AAAAAAAAA9E/ytvcPmV_wY8/s1600-h/13_kurz_vor_goeteborg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXcLRwa6LI/AAAAAAAAA9E/ytvcPmV_wY8/s400/13_kurz_vor_goeteborg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252846626700716210" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Seicht steigen Hügel an, viel saftiges Grün umgibt uns. Wälder, Wiesen - alles strahlt in feuchter Farbe, der Wind peitscht die Pflanzen, wildromantisch. Schweden, wie es sein muss, denke ich. Und werde jäh aus meinem Tagtraum gerissen, denn nur 20 cm neben mir tobt feinster Verkehr. Leider wird die idyllische Küstenstraße hier zu einem stark befahrenen Zubringer nach Göteborg. Der Verkehr demnach umso dichter. Uns jedoch geht es erst einmal nur ums ankommen, und so treten wir rein, der Wind schiebt mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXcofuq7VI/AAAAAAAAA9U/IL-C76KR-0A/s1600-h/15_pinkelpause.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXcofuq7VI/AAAAAAAAA9U/IL-C76KR-0A/s400/15_pinkelpause.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252847128667680082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Fast eine halbe Stunde suchen wir nach einer Möglichkeit, eine Pinkelpause abhalten zu können, denn Kungsbackas Kaffee und die Schorle wollen wieder heraus. Doch wir finden keine Nische, kein Wald, kein Versteck, an dem man einmal kurz anhalten könnte. Jan hält es nicht mehr aus und nimmt zwei spährliche Schilfpflanzen direkt an der Straße zum Anlass, sich endlich zu erleichtern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXccs0enrI/AAAAAAAAA9M/oRk5z7KHmy4/s1600-h/14_pinkelpause_ja.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXccs0enrI/AAAAAAAAA9M/oRk5z7KHmy4/s400/14_pinkelpause_ja.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252846926023270066" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich schleppe mich noch zwei, drei Kilometer weiter und beehre dann ein Bushäuschen am Berg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile wird die Straße breiter, schneller - und voller. Das muss dann jetzt auch schon bald Göteborg sein. Und siehe da, zunächst ein, zwei kleine Dörfer, dann kleine Betriebe und Werkstätten und dann fangen die Häuser an, mehr als ein Geschoss zu haben. In Schweden ein sicheres Indiz für eine Stadt.&lt;br /&gt;Irgendwann teilt sich die Straße und es gibt wieder Radwege.&lt;br /&gt;Wenig später finden wir uns auf einer Magistrale mit getrennten Fahrbahnen, Tramschienen und Radwegen wieder. Rechts neben uns fließt ein kleiner Fluss, immer mehr Menschen (auch auf Rädern) sind zu sehen und hinten, etwas entfernt, sehen wir eine Achterbahn - Göteborg!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXc-Z6fNgI/AAAAAAAAA9k/_Cjog4Ru8AQ/s1600-h/17_traffic_gothenburg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXc-Z6fNgI/AAAAAAAAA9k/_Cjog4Ru8AQ/s400/17_traffic_gothenburg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252847505063753218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Kein Ortseingangsschild, fällt mir enttäuschend ein. Kein Siegerfoto. Schade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir rollen durch die Stadt, die mir vorkommt wie Kopenhagen, erreichen die Altstadt, die mir vorkommt wie Kopenhagen und finden schließlich das Hotel - und ich bete, dass mir das nicht auch noch vorkommt, wie Kopenhagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommt es nicht: Es ist ein 80er-Bau, schmucklos aber zweckmäßig, in einem Park gelegen. Zwei - yessa! - Blondinen begegnen uns mit wieder einmal entwaffnendem Charme, händigen uns den Schlüssel aus und schicken uns in die 2te Etage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön, finden wir: Hier wird gebaut! Der Teppichboden ist, wo er nicht schon herausgerissen wurde, mit dicker Folie abgeklebt, Türen stehen offen und geben den Blick auf entkernte Betonwüsten frei, es riecht nach Zementstaub. Wir schauen uns an - wortloses Schulterhochziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Zimmer, eine Lehrstunde in Achtzigerjahreästhetik. Ohne uns lange aufzuregen, duschen wir den Schmutz dieser kurzen Etappe ab, ich checke solange das Fernsehprogramm und wenig später bummeln wir durch Göteborg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt scheint eine riesige Fußgängerzone zu sein. Allenthalben bummeln Menschen, sie kaufen ein, essen Eis, trinken eine Coke und hier und da wird gelacht, geschnattert. Geschäftiges Treiben, finden wir, aber bei 25 Grad und Sonnenschein mitten im September auch kein Wunder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es über die große Brücke, die an ihrer höchsten Stelle einen atemberaubenden Ausblick über den Hafen erlaubt. Ein riesiger Frachter fährt darunter hindurch - seine Mastspitzen zum greifen nahe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXdVWRH-QI/AAAAAAAAA90/XTfdQUtjgxM/s1600-h/19_harbour.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXdVWRH-QI/AAAAAAAAA90/XTfdQUtjgxM/s400/19_harbour.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252847899221948674" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hinter den Hügeln geht dramatisch die Sonne unter. Wir nutzen die letzten Strahlen und bummeln zum Hafen, wo wir der "Viking", dem größten in Skandinavien gebauten Segelschiff, einen Besuch abstatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXdggic1pI/AAAAAAAAA98/t7_Yr78OY-k/s1600-h/20_viking.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXdggic1pI/AAAAAAAAA98/t7_Yr78OY-k/s400/20_viking.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252848090957534866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Weiter geht es zum Alien-Control-Center, wie ich es nenne - Göteborgs wohl berühmtestes Haus. Welcher Architekt wohl auch immer sich dieses fragwürdig ästhetische Monstrum ausgedacht hat, er hat die Stadt zumindest in alle Munde gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXdqxQ9kUI/AAAAAAAAA-E/mTbZ5WffjVY/s1600-h/23_alien_control_center.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXdqxQ9kUI/AAAAAAAAA-E/mTbZ5WffjVY/s400/23_alien_control_center.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252848267246276930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir schlendern weiter am Wasser entlang, vorbei an der modernen Oper, dem Schiffsmuseum und einigen schnieken Yachten, die wir mit geschultem Kennerblick auf Weltumsegelungskapazität untersuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXd0gwMG2I/AAAAAAAAA-M/egI9L4GJZMA/s1600-h/21_dawn_gothenburg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXd0gwMG2I/AAAAAAAAA-M/egI9L4GJZMA/s400/21_dawn_gothenburg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252848434612542306" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dann biegen wir wieder ein in die Altstadt, spazieren entlang des Hauptkanals, der einst den Verteidigungsgraben speiste, suchen und finden eine wirklich schicke Bar, in der wir unser Ankommen in Göteborg mit ein, zwei, drei oder vier Budweiser feiern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber um ein Fazit zu ziehen, wäre es noch zu früh, denn die letzte Etappe steht uns noch bevor: Übermorgen nämlich, wenn wir in Kiel von Bord der Fähre rollen, liegen noch runde 90 km bis Hamburg vor uns. Und wenn weiter anhält, was uns in Dänemark und Schweden Speed gebracht hat, dann haben wir ein Problem. Der starke Rückenwind bläst dann nämlich von vorn. Und was das gerade in den Kieler Bergen bedeuten mag, das möchte ich mir jetzt gar nicht ausmalen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön angetrunken wanken wir nach Hause, legen unsere Körper im Achtzigerjahrebett ab und schlafen sofort ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXd_M4PFcI/AAAAAAAAA-U/lJRQYWvFiEc/s1600-h/22_gothenburg_channel.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXd_M4PFcI/AAAAAAAAA-U/lJRQYWvFiEc/s400/22_gothenburg_channel.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252848618256143810" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eine ziemlich schmucklose Ankunft, jetzt, mit Abstand betrachtet. Fast beiläufig, geradezu banal kommt sie mir vor. Aber - eines bleibt: Wir haben es geschafft! Sind von Hamburg nach Göteborg gefahren.&lt;br /&gt;Mit dem Fahrrad.&lt;br /&gt;Das ist ein Erfolg, den uns keiner nehmen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zufrieden, ja, ein bisschen stolz, schlafe ich ein und nehme mir vor, morgen noch einmal diese schöne Stadt zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMzGErlXHI/AAAAAAAAAxQ/FdDSJ1OnbZ8/s1600-h/Etappe_5.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMzGErlXHI/AAAAAAAAAxQ/FdDSJ1OnbZ8/s400/Etappe_5.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247594170245536882" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Gefahren: 117,66 km&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch schön: Die Speedmachine im Backofen Europas. &lt;a href="http://www.recumbentlyportugal.blogspot.com/"&gt; Portugal per Liegerad&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-2334982806551758168?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/2334982806551758168/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=2334982806551758168' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/2334982806551758168'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/2334982806551758168'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/tag-6-kusssehnschte-am-vstkusten-weg.html' title='Tag 6 &quot;Kusssehnsüchte am Västkusten-Weg&quot;'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOXZrTmtqUI/AAAAAAAAA7k/MHHaTXLwWqU/s72-c/00_dark_clouds.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-5741192211230180365</id><published>2008-09-19T07:02:00.025+02:00</published><updated>2008-09-30T06:45:18.857+02:00</updated><title type='text'>Tag 5 "A day off in Falkenberg"</title><content type='html'>Ausschlafen. Let go. Heute darf ich das. Unser freier Tag - wer viel arbeitet, der hat auch mal frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augen öffnen, durch die verklebten Lider schmulen - es ist hell, na und? - sich herum drehen und dann wieder langsam, dann heftig und dann endgültig wegdämmern. Einschlafen. Träumen.&lt;br /&gt;Es ist eine Wohltat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst für mich, der ich eigentlich locker noch einen Tag hätte fahren können, immerhin sind es nur noch knappe 100 km bis Göteborg, unserem Ziel. Aber dieses eine Ausschlafen (mehr wird es auf unserer Tour nicht geben) haben wir uns verdient. Vor allem Jan, der sozusagen von 0 auf 100 geschossen ist mit dieser Tour. Der gerade mal an einem einzigen Wochenende zur Vorbereitung auf diesen Trip 80 und 100 km gefahren ist - ein Training, das mehr als fragwürdig erscheint, wenn man eine Woche mit 5 Etappen und mehr als 700 km vor sich hat.&lt;br /&gt;Aber er schlägt sich tapfer, jeden Tag wundere ich mich, wie er diesen Belastungen stand hält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGsTO5skxI/AAAAAAAAA6E/gjGURg5i5-E/s1600-h/01_kirche.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGsTO5skxI/AAAAAAAAA6E/gjGURg5i5-E/s400/01_kirche.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251668086908293906" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Entweder er blendet die Schmerzen aus oder er hat einfach keine. Was ich mir kaum vorstellen kann - allein die Handgelenke, seine Wirbelsäule und der Hals-Wirbel-Bereich fangen ohne Ende Stöße ab, auch wenn Dänemarks und Schwedens Straßen eigentlich nur minimale Vibrationen produzieren. Und durch das ständige Nachobenschauen müssten diese Partein eigentlich schmerzen wie die Hölle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir jedenfalls wären sie schon abgestorben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der Fakt, dass Jan alle 50 km seinen Hintern mit Bepanthen einspachtelt, sagt schon alles ... amüsant? Sicher. Aber tauschen will ich in keinem Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es da besser: Ich liege in meiner Speedmachine wie im Fernsehsessel zu Hause, ich trete nach vorn, ziehe kräftig nach hinten weg und erzeuge so auf einfache Weise meinen Vortrieb. Ich liege flach und knapp über der Straße, wenn Wind kommen sollte, dann biete ich ihm nur wenig Angriffsfläche - anders, als der hoch aufragende Rennradfahrer.&lt;br /&gt;Ich liege da und schaue entspannt in der Weltgeschichte herum. Muss meinen Kopf nicht ständig oben halten, alles ist locker. Alles ist flocker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGs9bExeaI/AAAAAAAAA6M/Pgx4UAYfeWA/s1600-h/09_speedmachine_front.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGs9bExeaI/AAAAAAAAA6M/Pgx4UAYfeWA/s400/09_speedmachine_front.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251668811730483618" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Doch nun genieße ich die Extrastunde Schlaf, genauso wie Bianci-Fahrer Jan neben mir, der ab und zu durch wohliges Schnarchen Laut gibt. Mich stört das kaum noch, ich dämmere wieder hinüber, kuschel mich ein in Falkenbergs Hotelbettwäsche und freue mich über die gesammelte Wärme unter meiner Decke ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann ist es genug. Wir stehen gegen 9 Uhr auf. Immerhin wollen wir nicht das Büffet vertreichen lassen. Sie fühlen sich an wie Eisen, meine Beine, als ich sie unter der schweren Daunendecke hervor ziehe und auf dem Teppichboden absetze, ich stöhne. Jan grinst, ihm widerfährt aber das selbe Schicksal, als er versucht, aufzustehen. Ich stehe unter der Dusche, heiß das Wasser, wohltuend: Zwar nicht gerade belebend, da hätte ich den Regler in eine andere Richtung drehen müssen, aber wohltuend. Nach etwa 650 Kilometern Schussfahrt durch Südskandinavien soll das heute also der erste Urlaubstag sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freue mich zunächst auf das Frühstück. Wie immer bin ich der erste unten am Büffet. Leer ist es, die meisten werden - unerklärlicherweise - die Chance genutzt haben, bereits ab 6:30 Uhr ihre Kaisermahlzeit einzunehmen. Als ich in den Frühstücksraum komme, läuft gedämpfte Spa-Musik, Kerzen brennen auf jedem Tisch, es duftet nach Kaffee und Brötchen. Hotelgeruch, mein liebster Hotelgeruch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogleich lade ich mir den Teller zur einen Hälfte voller Wurst, die andere voller Marmelade, die ich aus mindestens 5 Fässern mit verschiedenen Gechmäckern auswählen kann. Müsli gibt es im zweiten Gang, dazu immer wieder frischen heißen Kaffee.&lt;br /&gt;So muss das sein.&lt;br /&gt;Ich schnappe mir noch die neueste Ausgabe des "Svenska Dagbladet" und setze mich.&lt;br /&gt;Jan stößt dazu, lädt sich auf, was immer er für richtig hält und so schmatzen wir die erste Stunde unseres freien Tages in Falkenberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über mir an der Decke hängen Bilder. Schwarzweißfotos von einer jungen Dame in knappem Tennisdress. Sechzigerjahre. Ich erkenne den Namen unserer Hotelchefin, die uns gestern noch so freundlich den Schuppen für die Fahrräder freigeräumt hatte. Dann schaue ich mich um und entdecke immer mehr Devotionalien. Medaillien, Urkunden, Zeitungsausschnitte und Fotos über Fotos. Damals freilich war sie noch blutjung gewesen, ihr kurzer Rock flog nur so um die Tennisplatte und sie war - richtig - blond natürlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir unterhalten uns über Ping-Pong, Blindinen und das Wetter, das ich aus der Zeitung versuche heraus zu filtern und dann brechen wir auf.&lt;br /&gt;Wir wollen ans Meer. Zu erst durch diese süße Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGulCU2-mI/AAAAAAAAA7c/ZD0Frx4NM0Y/s1600-h/07_karlsson_svensson.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGulCU2-mI/AAAAAAAAA7c/ZD0Frx4NM0Y/s400/07_karlsson_svensson.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251670591793461858" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dann ein ruhiger Strandspaziergang. Denn der ist nun, um die frühe Mittagszeit, genau das Richtige. Wir schlendern über die große Brücke über den Fluss Ätran. Hier soll es Lachse en mass geben - zumindest versprechen das Flyer und Werbeanzeigen in unserem Kartenmaterial. Für wenig Geld kann man hier eine Angellizenz erwerben und dem leckeren Riesenfisch nachstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtS4f-UrI/AAAAAAAAA6c/w0_8_4_clRs/s1600-h/06_bruecke_falkenberg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtS4f-UrI/AAAAAAAAA6c/w0_8_4_clRs/s400/06_bruecke_falkenberg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251669180406452914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir aber überqueren die tosenden Stromschnellen und schlendern an den Ufern des Flusses zu seiner Mündung. Es ist kein Traumwetter, eher präsentiert sich Schweden heute grau in grau. Perfekt, denken wir, es ist kühl, ab und zu fallen kleine Nieseltropfen herab und so sind wir in unsere Sweater eingemümmelt - besser als jetzt schwitzend auf dem Bike zu hängen und sich die Schärenfelsen hoch zu mühen, finden wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtF_rb2SI/AAAAAAAAA6U/sQAYOCzQhuk/s1600-h/02_shoreline_falkenberg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtF_rb2SI/AAAAAAAAA6U/sQAYOCzQhuk/s400/02_shoreline_falkenberg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251668958995274018" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So kommen wir zum Strand, der sich - klar, Off-Season - komplett menschenleer präsentiert. Wir finden eine einsame Stranddusche, ein deplatziert surreal wirkendes Schaukelpferd und "Gottes Stuhl", wie wir ihn taufen - der Bademeister sitzt hier in luftiger Höhe und wird jedenfalls keine Schwierigkeiten haben, seine Schützlinge im Auge zu behalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtfRPd5LI/AAAAAAAAA6k/dsbKxdCjP20/s1600-h/03_beachshower.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtfRPd5LI/AAAAAAAAA6k/dsbKxdCjP20/s400/03_beachshower.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251669393206535346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtor7NEHI/AAAAAAAAA6s/aZBuf_KLq3U/s1600-h/04_beachpferd.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtor7NEHI/AAAAAAAAA6s/aZBuf_KLq3U/s400/04_beachpferd.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251669554988126322" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ein Strandhotel, keine 20 m vom Wasser entfernt, ist leer geräumt, es sieht aus, wie nach einem Nuklearangriff - verwaist und verstaubt. Nur eine Palme, die im kühlen Seewind ihre Wedel versucht beisammen zu halten, hält die Stellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtxX5gNgI/AAAAAAAAA60/6FzVXOSTfpI/s1600-h/05_chair_of_god.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGtxX5gNgI/AAAAAAAAA60/6FzVXOSTfpI/s400/05_chair_of_god.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251669704231106050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir besichtigen Yachten im Hafen, klönen über Segelabenteuer, die mit dieser oder jenem Boot besser zu bestreiten wären und philosophieren über Haltungskosten und die Vor- und Nachteile von GFK-Rümpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach drei Stunden an der frischen Luft knurrt uns der Magen und so beschließen wir, einzukaufen. Im Supermarkt freuen wir uns: Schweden, Land der Blondinen und - des Fisches!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGt6V4_6pI/AAAAAAAAA68/liejutNZ2Dc/s1600-h/04a_abfluss_strand.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGt6V4_6pI/AAAAAAAAA68/liejutNZ2Dc/s400/04a_abfluss_strand.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251669858310941330" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ganze Kühltruhen voller Meeresfrüchte, Shrimps und Gambas. Traumhafte Filets, ganze und halbe Fische aller Art - ein Mekka für Omega-3-Junkies. Und so holen wir uns neben frischem Backwerk einen Riesenpott Shrimps, frisches Dressing und ein paar Sidekicks, schleppen alles zum Pallas und freuen uns auf einen zünftigen Fernsehabend ("American Pie II" ist angesagt ... wenn man sonst nix hat ganz okay, finden wir).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGuGW13ilI/AAAAAAAAA7E/fHBUnYj7vvc/s1600-h/shopping_gambas.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGuGW13ilI/AAAAAAAAA7E/fHBUnYj7vvc/s400/shopping_gambas.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251670064724675154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zurück im Hotel dann die Hiobsbotschaft - unser Zimmer kann nicht verlängert werden. Die Tischtennisweltweisterin zuckt betroffen ihre schmalen Schultern nach oben - das Hotel ist voll und wir hatten nur eine Nacht gebucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dann kommt ihr die Idee - die Schwedenhütte im Garten. Die habe zwar keine Sanitärräume, wäre aber billiger (wir müssten dann die Sanitärräume im Spa des Hotels nutzen). Wir schauen uns das Kleinod an: 6 Quadratmeter, ein Doppelstock- und ein richtiges Bett, ein kleiner Tisch und ... ein Fernseher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gekauft!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGuNX-8y-I/AAAAAAAAA7M/_jkipgKTEQ8/s1600-h/08_jan_hochbett.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGuNX-8y-I/AAAAAAAAA7M/_jkipgKTEQ8/s400/08_jan_hochbett.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251670185290288098" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich bin schnell und okkupiere sogleich das Einzelbett für mich. Immerhin musste ich im schrecklichen CabInn in Kopenhagen schon auf dem miesen Hochbett schlafen. Ich finde es nur zu fair, dass Jan dieses Mal den Kürzeren zieht. Zumald uns heute weiß Gott keine anstrengende Etappe in den Knochen brennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir laben uns einige Stunden später an dem Meeresgetier, trinken dazu ein teures Bier und freuen uns, dass wir uns kein neues Hotel hatten suchen müssen.&lt;br /&gt;Allerdings erinnert mich die ganze Szenerie in diesem Häuschen an Klassenfahrtatmosphäre - aber immerhin haben wir nun doch noch unsere Hütte bekommen. Und da diese schon nicht an einem See, zumal an einem einsamen, steht, beschließen wir, uns heute Abend noch einen zünftigen Saunagang zu gönnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan macht den Ofen klar und so schwitzen wir eine Stunde später in drei schweißtreibenden Gängen noch einmal ordentlich durch. Ein herrlich reinigendes, entspannendes Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Zimmer lassen wir uns in die Betten sinken, schauen uns den Lustspielfilm im Original an und trinken noch ein Schlafensbier, bevor wir das Licht ausmachen und uns nach einem absolut entspannten Ruhetag ins Traumland begeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGuXILa-VI/AAAAAAAAA7U/Tx-nfQv9NYI/s1600-h/09_fernsehabend.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGuXILa-VI/AAAAAAAAA7U/Tx-nfQv9NYI/s400/09_fernsehabend.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5251670352846322002" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Morgen, morgen würde uns die letzte Etappe nach Göteborg, unserem Reiseziel führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch schön: Die Speedmachine im Backofen Europas. &lt;a href="http://www.recumbentlyportugal.blogspot.com/"&gt; Portugal per Liegerad&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-5741192211230180365?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/5741192211230180365/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=5741192211230180365' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/5741192211230180365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/5741192211230180365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/tag-5-day-off-in-falkenberg.html' title='Tag 5 &quot;A day off in Falkenberg&quot;'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SOGsTO5skxI/AAAAAAAAA6E/gjGURg5i5-E/s72-c/01_kirche.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-2801949300306556451</id><published>2008-09-19T06:59:00.038+02:00</published><updated>2008-09-25T22:26:54.866+02:00</updated><title type='text'>Tag 4 "Wetterangst und Wadenkrampf"</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Bostad - Laholm - Halmstad - Gullbrandstorp - Falkenberg&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wieder kurz vor 8 Uhr - mein inneres Wecksystem hat noch jeden Digitalquarz geschlagen - als ich aufwache und mich wohlig schmatzend im Bett herum drehe. Ich genieße es hier - Bostad, Stadt unserer Träume, Hort der Geschundenen und Hafen für velozipedierende Schwerstarbeiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich blicke in unser Zimmer und muss unmerklich den Kopf schütteln: So eine schöne ... Suite möchte ich fast sagen ... und dann wir mittendrin. Fast schäme ich mich. Denn dafür, dass wir dieses Zimmer erst sein ein paar Stunden bewohnen, sieht es hier aus, als habe ein Taifun alle Schränke geöffnet und dann geradezu explosiv den Inhalt im Zimmer verteilt.&lt;br /&gt;Dazu unsere Räder, die auch schon einmal mehr geglänzt haben, die wir einfach unschön an die filigrane Intarsientapete gelehnt bzw. auf dem blanken Holzboden abgestellt hatten, Schuhe und Trikots wo immer man hinsieht, stehen und fallen gelassen an der Stelle, an der wir sie uns gestern stöhnend vom Leibe gezogen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin froh, nicht riechen zu müssen, was ich ahne. Zwei Männer, täglich runde 7 Stunden in Bewegung, immer die selben Klamotten tragend (natürlich mit jeweils frischen Unterwäschen) - das muss einen Geruch abgeben, der zum Bild passt. Unrasierte, schwitzende Typen auf ihren Rädern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da nützt, wie schon in Kopenhagen erfahren, auch ein sperrangelweit offen stehender Balkon nichts mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8 Uhr. Ich beende meine philosophischen Morgenüberlegungen und pelle mich auffällig laut aus dem weichen Bett. Jan ist sofort wach und blinzelt.&lt;br /&gt;What a morning! - will ich rufen, denn durch die Vorhänge scheint die Sonne, die, als ich die schweren, schönen Brokatstoffe beiseite schiebe, im selben Moment hinter einer dicken schwarzen Wolke verschwindet. Ich ziehe einen Flunsch - draußen sieht es nach Regenwetter aus. Fantastisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es vergehen nur wenige Minuten - das zeitraubende Rasieren muss ja wegen vergessenem Rasierzeug ausfallen - und ich stehe im Restaurant am Büffet. Der erste und mithin wichtigste Höhepunkt des Tages. Ein tolles Büffet spendet nicht nur Kohlehydrate und Energie für die Etappenkilometer, es motiviert auch mental ungemein.&lt;br /&gt;Wie so etwas in die Hose gehen kann, hat wiederum Kopenhagen bewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe im Raum und drücke allein durch meine Anwesenheit den Altersdurchschnitt der Gäste um mindestens 20 Jahre. Es sind betagte Amerikaner und noch betagtere Schweden, die in ihrer gewohnt langsamen Art um die reichlich aufgefahrenen Köstlichkeiten schleichen. Gedämpfte Unterhaltungen, keine - körperbedingt - Hektik.&lt;br /&gt;Mir soll es egal sein.&lt;br /&gt;Einer Oma fällt beim Wurstaufladen eine Krücke um, ich beuge mich hinab und gebe sie ihr, dann schaufle auch ich auf meinen Teller, was die Auslage zu bieten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Jan bemerkt sofort das Treffen der Generationen, als er den Saal betritt und grinst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Hotel Enehall hat sich Mühe gegeben. Das Büffet enthält alles, was man sich wünscht, leider - und das scheint eine landestypische Unsitte der skandinavischen Länder zu sein - werden die Frühstückseier hier anscheinend kalt gegessen. Da kommt bei uns keine rechte Freude auf, aber darüber kann man auch hinweg sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir laben uns, schlagen uns die Bäuche mit energiereichem Müsli, proteinreicher Wurst und koffeinreichem Kaffee voll, besprechen die Strecke, wundern uns über dieses gepflegte, tolle Haus und dann nutze ich noch schnell den kostenfreien Internetzugang, um meine Mails zu checken, während Jan fertig isst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen kommt ein Regenguss allererster Güte herunter, weshalb wir es nicht ganz so eilig haben, wie in den vergangenen Tagen. Heute, das haben wir beschlossen, suchen wir uns unsere Hütte am See mit Sauna und Angelausrüstung in einem verlassenen Wald mit Sonnenuntergang und verbringen morgen dort unseren Day-off.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir nur rund 100 km vor uns haben, ärgert mich der Regen auch nicht so sehr, wie er es sonst getan hätte. Wir gehen zurück ins Zimmer, packen unsere wie nach einer Granatenexplosion im Zimmer verteilten sieben Sachen zusammen und sind hab 11 Uhr - spät, für unsere Verhältnisse - abflugbereit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvwvUwK82I/AAAAAAAAA4U/UraPwAQjIZ0/s1600-h/01_hotel_bostad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvwvUwK82I/AAAAAAAAA4U/UraPwAQjIZ0/s400/01_hotel_bostad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250054486445716322" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist kühl in Schweden an diesem Morgen, wenn wir 15 Grad haben, dann ist das viel. Drohend schieben sich immer wieder graue Regenwolken über die Berge und halten meist gerade noch so  die für Radfahrer so unangenehme Wasserlast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Á propos Berge: Jetzt, da es hell ist, können wir ihn sehen. Oder zumindest seine Ausläufer - die Töchter des Teufelsberges von gestern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvxKigmwPI/AAAAAAAAA4k/v44jDxTS7E4/s1600-h/04_bergkette_bostad_1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvxKigmwPI/AAAAAAAAA4k/v44jDxTS7E4/s400/04_bergkette_bostad_1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250054953994993906" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wie eine riesige Falte im im sonst so flachen Land zieht sich diese Schwelle einer steilen Staumauer gleich von rechts nach links über den Horizont. Es scheint, als habe Gott diese dicke Wurst quer übers Land gelegt, wie eine Sperre, eine Umfassung. Wir sind hinüber gekommen. Vor uns liegt wieder recht flaches Gelände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvw_pNjowI/AAAAAAAAA4c/WKUhUZt-2rU/s1600-h/02_hinter_bostad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvw_pNjowI/AAAAAAAAA4c/WKUhUZt-2rU/s400/02_hinter_bostad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250054766815585026" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir treten in die Pedale und lassen das entzückende Hotel Enehall hinter uns zurück. Jan fährt noch einmal bei einer Fahrradstation vorbei, er will seine Pneus härter aufpumpen, aber dort verfügt man nicht über den richtigen Adapter für die schlanken Rennventile, die er fährt. Also geht es weiter, wir verlasen Bostad mit Ziel Falkenberg - das haben wir vorhin über Google Maps brütend beschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst geht es auf der großen Ausfallstraße gen Norden parallel zum Teufelsberg entlang. Ich bemerke, dass sogar die dicken Wolken an der Bergschwelle Halt machen, sich abregnen und uns, die wir hier auf der anderen Seite sind, nicht mehr mit ihrer kalten Feuchtigkeit behelligen. Uns soll es Recht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvxYZ0xXLI/AAAAAAAAA4s/mAmer2RpnJY/s1600-h/03_nach_aufstehen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvxYZ0xXLI/AAAAAAAAA4s/mAmer2RpnJY/s400/03_nach_aufstehen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250055192181824690" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zunächst geht es flux nach Östra Karup, ein, zwei, drei Kilometer östlich von Bostad. Hier nun machen wir einen Schlenker nach Norden, suchen und finden den "Küstvägen" - die Küstenstraße, die uns bis nach Göteborg (und wenn wir wollten auch noch viel weiter) bringen soll. Die Fahrt geht flott, wie immer, fast schon im Dauerabo, schiebt der kräftige Wind von hinten und so sehen wir die Kilometer auf unseren Bike-Computern nur so dahinschmelzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser erstes Ziel ist Halmstad, etwa auf halbem Wege nach Falkenberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvxupPA1MI/AAAAAAAAA40/xuktI6mb5kE/s1600-h/07_windmuehle.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvxupPA1MI/AAAAAAAAA40/xuktI6mb5kE/s400/07_windmuehle.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250055574275544258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Strecke dorthin wird ... schwedischer. Hat weiter im Süden landschaftlich kein großer Unterschied zu Deutschland oder Dänemark bestanden - bis auf die vielen gelben Holzhäuser und das Fehlen jeglicher Fahrzeuge der Make Opel im Straßenverkehr - so verändert sich langsam die Natur. Sie wird so, wie man sie in Schweden vermutet: Dichte Nadelwälder lösen die Pappel- und Laubwälder aus dem Süden ab, der Waldboden - wahrscheinlich feucht vom ganzen Regen - ist über und über bedeckt mit dickem, duftenden Moos, es riecht nach Beeren und weiter draußen - manchmal sehen wir sie - erhaschen wir Blicke auf eine zerklüftete, felsige Küste mit ersten, zaghaften kleinen Einbuchtungen, die man mit viel Fantasie als Minifjorde erkennen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Paarflug fahren wir die meiste Zeit nebeneinander her - um diese Zeit herrscht noch nicht viel Betrieb, zumal direkt neben uns in ein oder zwei Kilometern Abstand - manchmal aber auch direkt in Sichtweite - die E-Straße verläuft, auf der die Autos mit hoher Geschwindigkeit entlangrasen. Uns aber kann das nicht stören - wir rasen zwar auch, für unsere Verhältnisse, aber eben auf gemütlichere Art.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvx51f06jI/AAAAAAAAA48/SWQFzK3F3EY/s1600-h/06_bergkette_bastad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvx51f06jI/AAAAAAAAA48/SWQFzK3F3EY/s400/06_bergkette_bastad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250055766545852978" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Jan scheint es wieder besser zu gehen, obwohl er heute morgen, als es auf das Rad ging, arg geächzt hat und Schmerzen im Hintern beklagte. Nun aber treten seine Beine in gewohnt ruhiger, kräftiger Manier die hohen Gänge. Und wieder das alte Bild: Fahre ich vorn halten wir eine konstante 30 auf dem Tacho, ist Jan vorn, beschleunigen wir auf 33 km/h.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So passieren wir Laholm, ein kleines Städtchen, und wenig später Trönnige, bevor am Horizont Halmstad, unser erstes Etappenziel auftaucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyHY5nynI/AAAAAAAAA5E/fmHSZ2LuYJI/s1600-h/13_recumbently_sweden.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyHY5nynI/AAAAAAAAA5E/fmHSZ2LuYJI/s400/13_recumbently_sweden.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250055999387585138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Mittlerweile sind wir 45 km gefahren und - zumindest in meinem Magen - ein Hungergefühl macht sich breit. Zunächst halten wir an einem hübschen Dreimaster am Hafen - der uns natürlich nicht satt macht, dann suchen wir wieder die Innenstadt nach einer Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme ab - und finden wenig später ein kleines Restaurant, in dem wir uns laben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyqFAIUqI/AAAAAAAAA5c/zeqGLAxApYg/s1600-h/12_karibik_halmstad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyqFAIUqI/AAAAAAAAA5c/zeqGLAxApYg/s400/12_karibik_halmstad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250056595341595298" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich will nicht viel Zeit verlieren, zumal hinter und über uns Wolken den Himmel zuquellen, die aussehen, als würden sie demnächst die Luft mit wirbelnden Regentropfen anfüllen, und wir brechen wieder auf. Heute, das hatte ich Jan versprochen, wird die Etappe keine 100 km betragen. Heute, das hatten wir uns ausgemalt, gibt es unsere Hütte am See mit Sauna. Heute, das ist abgemachte Sache, startet der Day-off, der morgen den ganzen Tag andauern wird und erst übermorgen, mit der Etappe nach Göteborg, dem Ziel unserer Reise, enden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyeR4KQZI/AAAAAAAAA5U/Eay9pnGYSvU/s1600-h/11_strommast_halmstad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyeR4KQZI/AAAAAAAAA5U/Eay9pnGYSvU/s400/11_strommast_halmstad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250056392639398290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zunächst aber gilt es, aus Halmstad herauszukommen und ein Dörfchen namens Gullbrandstorp zu finden. Gullbrandstorp, so sieht es zumindest auf der Karte aus, wird der Startpunkt eines anscheinend wunderbaren Teilstückes des Küstvägen, der sich bis Göteborg fast direkt am Ufer des Skaggerak entlang winden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir finden den Weg leider zunächst nur über eine große, breite, mehrspurige Straße, die zudem dicht von schnellen Autos und LKW befahren wird. Das Wetter ist so lala, der Himmel grau in grau, der Wind trägt merklich zur Kühlung bei, also tun wir das, was wir schon gestern und die Tage davor getan haben, wenn es mal unangenehm wurde: Wir fahren schweigend in hohem Tempo hinter einander her. So schmelzen die Kilometer und beim an Schwerstarbeit grenzenden Kurbeln unter Vollast halten wir uns warm und vergessen darüber, uns über die widrigen Umstände zu ärgern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvy0NdvwBI/AAAAAAAAA5k/W8MGxCmN6vM/s1600-h/14_nach_stennige.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvy0NdvwBI/AAAAAAAAA5k/W8MGxCmN6vM/s400/14_nach_stennige.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250056769411989522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Doch ändert sich das Bild bald schon, ich schätze, eine gute halbe Stunde später, als wir ein Hinweisschild auf den Küstenweg finden, abbiegen und weig später wieder auf der gemütlichen Straße nebeneinander her radeln können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvzrkgokTI/AAAAAAAAA50/9KbzUGa1Yz8/s1600-h/10_regenguss_halmstad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvzrkgokTI/AAAAAAAAA50/9KbzUGa1Yz8/s400/10_regenguss_halmstad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250057720490922290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die weitere Fahrt verläuft ohne große Probleme - wir befahren eine ruhige Straße nahe der Küste. Immer wieder wandern unsere Blicke hinaus aufs Wasser, dann und wann führt uns der Weg um einen Hügel herum, mal auch darüber hinweg. Immer wieder brechen schroffe Felsen durchs dicke Moos, Kühe muhen auf saftigen Weiden neben uns, traumhafte Anwesen aus Holz an dunklen Waldesrändern könnten perfekte Kulissen für romantische Schnulzenfilme auf SAT.1 abgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvzA46AqnI/AAAAAAAAA5s/IysLPWkZCZo/s1600-h/wolken_bei-_halmstad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvzA46AqnI/AAAAAAAAA5s/IysLPWkZCZo/s400/wolken_bei-_halmstad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250056987231693426" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Manchmal halten wir an, wenn eine Steigung arg an in den Lungen (bei mir) oder im Hintern (bei Jan) zu spüren ist. Und immer wieder der bange Blick nach oben: Hält das Wetter?&lt;br /&gt;Es hält. Noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyRQknSpI/AAAAAAAAA5M/6JEmRwHBGH4/s1600-h/08_drohender_regen_laholm.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvyRQknSpI/AAAAAAAAA5M/6JEmRwHBGH4/s400/08_drohender_regen_laholm.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250056168950680210" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So schlängeln wir uns diese traumhafte Küste entlang, überholen noch zwei vollbepackte Radtouristen, die mit weniger als 20 km/h auf ihren dicken Trekkingrädern die Straße entlangradeln und erreichen so schnell wie noch nie unser Etappenziel: Falkenberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvz4J_oIqI/AAAAAAAAA58/PgLMZEuzw_k/s1600-h/speedmachine_back.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvz4J_oIqI/AAAAAAAAA58/PgLMZEuzw_k/s400/speedmachine_back.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5250057936711459490" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Unsere Arbeitsgeräte stellen wir nach einer bescheidenen 4 Stunden-Schicht ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht, ohne uns die letzten 30 Minuten wieder auf dem Seitenstreifen der E-Straße in einsetzendem Nieselregen entlangzuprügeln. Die E21 mündet in eine vierspurige Schnellstraße, neben uns zischen Volvos vorbei und schwere LKW, die wie Nebelwände aus Wasser eine unangenehme Gischt hinter sich herziehen, die uns jedes Mal die linke Seite komplett einweicht. Jan fährt vor - es soll ja schnell gehen - und ich bekomme, da ich meine scharf rotierenden Kettenblätter wieder mit nur wenigen Zentimeter Abstand an sein Hinterrad hänge, braune, nach Öl und Straßendreck stingende Brühe als Spray ab, wenn er durch Pfützen stehenden Wassers donnert. Aber sein Windschatten ist mir in diesen Momenten wichtiger, als mein ruinierter Teint. Wir fahren auf - ein riesiger Kreisverkehr bremst alle Fahrzeuge ab. Ihn durchfahren wir und finden uns wenig später in Falkenberg wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jans Navigationsklaus findet schnell den Weg zu dem Hotel, das wir uns ausgesucht hatten. Keine einsame Hütte an einem einsamen See zum einsamen Saunieren und Einsamsein zwar, aber dafür stehen wir gute 20 Minuten später vor einer großen Villa, die das Hotel "Pallas" ist. Jan checkt ein, wir verstauen unsere Räder in einer Garage neben dem Hotel und freuen uns über ein Zimmer im Dachgeschoss, stürmen nacheinander die Dusche und erkunden wenig später die Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falkenberg werden wir morgen - an unserem wohlverdienten Day-off - noch näher kennen lernen. Für heute reicht uns ein kleiner Rundgang durch die Altstadt, eine wirklich schmackhafte Pizza in einem gemütlichen, echt-schwedischen Ami-Diner und dann kehrt Jan, als wir wieder im Hotel sind, von der Rezeption mit einem über beide Ohren reichenden Grinsen zurück: Die Sauna ist befeuert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später liegen wir wie Gott uns schuf im hoteleigenen Spa-Bereich auf den hölzernen Bohlen der Sauna, schwitzen hinaus, was sich an Dreck und Üblem angesammelt hat und schocken uns bei eiskalter Dusche nach 20 Minuten. So verbringen wir bei einigen Saunagängen unseren Abend, genehmigen uns zurück im Hotelzimmer noch eins der lächerlichen - dafür empfindlich teuren - 3,5%-Leichtbiere und surren wohlig träumend in die Kissen unserer weichen Betten, denn wir wissen, dass es morgen ein Urlaubstag wird. Ohne Wadenkrämpfe. Ohne bange Blicke gen Himmel. Und ohne braue Wassergischt in unseren Gesichtern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schlafe wie ein Baby - gesund und rot meine Bäckchen, noch ein wenig zitternd meine Waden. Ganz so, als würden sie sofort wieder mit Freuden in die Pedale treten ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMyYkeFjnI/AAAAAAAAAxI/paayDePkt_4/s1600-h/Etappe_4.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMyYkeFjnI/AAAAAAAAAxI/paayDePkt_4/s400/Etappe_4.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247593388504878706" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Gefahren: 97,23 km in 4 h 25 min und 21 km/h Schnitt&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Auch schön: Die Speedmachine im Backofen Europas. &lt;a href="http://www.recumbentlyportugal.blogspot.com/"&gt; Portugal per Liegerad&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-2801949300306556451?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/2801949300306556451/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=2801949300306556451' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/2801949300306556451'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/2801949300306556451'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/tag-4-wetterangst-und-wadenkrampf.html' title='Tag 4 &quot;Wetterangst und Wadenkrampf&quot;'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNvwvUwK82I/AAAAAAAAA4U/UraPwAQjIZ0/s72-c/01_hotel_bostad.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-7734841233551201336</id><published>2008-09-19T06:57:00.000+02:00</published><updated>2008-09-23T06:17:17.006+02:00</updated><title type='text'>Tag 3 "Land of Blondes"</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Kopenhagen - Helsingjör - Helsingborg (SWE) - Ängelholm - Vejbystrand - Bostad&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sleep cheap and luxurious" - der Slogan des CabInn Kopenhagen stimmt zumindest nur zum Teil. Ich wache ziemlich fertig auf - 7 Uhr sagt mein Handy, viel zu früh - aber ich bin klitschnass. Hier oben, runde 30 cm von der Decke entfernt, steht die Luft, obwohl wir den Balkon offen haben und deshalb eigentlich genug frische Luft im Raum zirkulieren müsste.&lt;br /&gt;Ich merke, wie ich die Bettdecke total zerknautscht weg geschoben habe und halbnackt in der Koje liege.&lt;br /&gt;An erholsamen Schlaf war also nicht zu denken.&lt;br /&gt;An luxuriösen Schlaf schon gar nicht.&lt;br /&gt;Aber dafür war das Zimmer mit 100 € tatsächlich billig. Für dänische Verhältnisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan unter mir schnarcht noch genüsslich vor sich hin. Ich liege da, mit offenen Augen, versuche noch einmal weg zu dämmern, was mir schließlich auch gelingt. Aber nicht, weil ich müde bin, sondern weil mich diese sauerstoffarme Luft hier oben gleichsam betäubt.&lt;br /&gt;Ich fiebere der 8 auf dem Handydisplay entgegen. Endlich aufstehen. Endlich frühstücken. Raus aus dieser Sardinenbüchse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als mein Mobiltelefon grünes Aufstehlicht gibt, klettere ich die Leiter hinab, strecke die nun vollends verspannten Glieder und versuche, Jan zu wecken. Der hat - das sehe ich mit Erstaunen - seine Decke auch total zerknüllt, ist schweißgebadet und sieht als er aufwacht wesentlich mehr durch den Wind aus, als sonst.&lt;br /&gt;Auch er beklagt die schlechte Luft und die Hitze im Zimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht - so meine Theorie - ist dieser Plastikstall besonders hitzedämmend und lässt nix hinaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beeile mich auf Toilette, lasse Jan Zeit und stürme wieder hinab in den Frühstücksraum. Heißer Kaffee, das steht mal fest, ist ein Muss für mich. Ohne ihn bin ich morgens verloren.&lt;br /&gt;Und heißen Kaffee gibt es zu Hauf. Das Büfett hingegen ist ein Witz. Finde ich.&lt;br /&gt;Massenabfertigung, wie alles in diesem Hotel.&lt;br /&gt;Ab und zu kommt ein kahlrasierter Hühne, die dänische Ausgabe des Meister Proper, füllt mit vollen Händen einen der beiden Behälter für Wurst auf, legt zwei, drei Granny Smiths nach und schaut in die Saftbehälter. Alles hier wirkt billig. Schmeckt billig. Macht keinen Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CabInn? Zum Übernachten und wieder fahren okay. Zum Längerbleiben - niemals!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir füllen noch unsere Trinkflaschen auf, checken aus und dampfen ab. Der - einzige Lichtblick des Hotels - freundliche Mann am Counter verrät uns, dass hinter dem Hauptbahnhof ein Fahrradladen sei, den wir ja brauchen, denn Jan möchte seine alten Pneus, die schon zwei Splitter zum Schlauchen haben durchkommen lassen, gegen nagelneue eintauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfme0E4v1I/AAAAAAAAA2A/HLM5bPnSUVc/s1600-h/01_jan_flicken.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfme0E4v1I/AAAAAAAAA2A/HLM5bPnSUVc/s400/01_jan_flicken.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248917307773206354" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zehn Minuten später haben wir den Laden gefunden. Jan kauft die Mäntel. Und unter den staunenden Augen einer dänisch-südländischen Bahnhofsgang demontieren wir eins nach dem anderen seine Räder, spannen die neuen Mäntel auf und nachdem er sie unten im Laden hat aufpumpen lassen, wieder ein. Eine halbe Stunde später glänzen zwei wunderschöne Schwalbe-Reifen auf den Campagnolo-Felgen und wir können endlich los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweden ruft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile ist es halb 10 und der Himmel hängt abwechslungsreich voller einzelner Quellwolken, die aber weiß und unschuldig aussehen wie dicke Bräute. Kein Grund zur Beunruhigung. Zu meiner Freude weht auch immer noch der extrastarke Rückenwind, der uns von Hamburg bis hier her in nur 2 Etappen katapultiert hatte.&lt;br /&gt;Auch heute soll uns dieser Wind den Extraschub liefern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnAO16kQI/AAAAAAAAA2Q/sdSrq87GdC4/s1600-h/03_hinter_kopenhagen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnAO16kQI/AAAAAAAAA2Q/sdSrq87GdC4/s400/03_hinter_kopenhagen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248917881893851394" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir setzen auf und fahren zunächst wieder Richtung Wasser. In meinem Faltplan steht, dass es eine Küstenstraße direkt am Wasser der Ostsee gibt, die bis hoch nach Helsingjör, unserem ersten Etappenziel für heute, führt. Dort wollen wir die Fähre nehmen und endlich Neuland betreten - Schweden, der Name, der noch immer für Kribbeln sorgt.&lt;br /&gt;Das Land der Seen, der tiefen, grünen Wälder, der Elche und ... Abba. Jan stöhnt immer, wenn ich "The Winner takes it all" oder andere bekannte Melodien summe, aber das kann meine Laune nicht trüben. Seine auch nicht, Gottseidank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfm3cqfP3I/AAAAAAAAA2I/ObhXzlOtjSE/s1600-h/02_leaving_copenhagen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfm3cqfP3I/AAAAAAAAA2I/ObhXzlOtjSE/s400/02_leaving_copenhagen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248917730985197426" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Wetter ist spitzenmäßig, zwar hat die Intensität des Windes zugenommen - mitunter fegen sehr heftige Böen über das Land, zerren sogar an meiner tiefen Speedmaschine, aber solange die Schübe von hinten kommen soll uns das nicht weiter stören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich finden wir den Radweg, der wie immer in Dänemark von hervorragender Qualität ist. Zunächst führt er uns am betonbefestigten Ufer entlang, eine Promenade, die eine herrliche Sicht aufs kabbelige, frisch-kalte Wasser der See und eine Vielzahl vertäuter, weißer Traumyachten freigibt. Schon haben wir die Außenbezirke Kopenhagens erreicht. Anders, als noch gestern im Süden der Stadt, scheint hier im Norden eher die wohl situiertere Gegend zu sein: Prächtige Villen, mal klassisch dänisch, mal sehr modern geradinig, wechseln sich ab mit weitläufigen Grün- und Parkanlagen. Der Verkehr ist hier auch nicht so dicht - wahrscheinlich ist Kopenhagens Süden eher eine Arbeitersiedlung. Hier oben drängen sich mir sofort Vergleiche mit Hamburgs Blankenese auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnLTtW3dI/AAAAAAAAA2Y/IrwPjKvmbwQ/s1600-h/04_speedmachine_back.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnLTtW3dI/AAAAAAAAA2Y/IrwPjKvmbwQ/s400/04_speedmachine_back.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248918072178695634" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Radweg macht einen Schlenker nach links - in den Wald. Weiterhin ganz gut ausgebaut, fahren wir nun auf einem schmalen asphaltierten Weg genau an der Bahntrasse entlang. Es geht mitunter sehr steil bergab - freilich nur weniger Dutzend Meter, dann wieder steil bergauf. Eine kleinteilige Achterbahnfahrt, die nur getrübt wird dadurch, dass die Strecke nicht sehr gut einsehbar ist und wir deshalb nicht schnell fahren können.&lt;br /&gt;Auch stört der abrupte und kräftezehrende Wechsel des Streckenprofils, der uns nicht in einen runden Tritt kommen lässt. Wenn es mal rollt, ist hinter der nächsten Kurve schon wieder ein Anstieg, wir müssen sehr viele Schalt- und Bremsvorgänge koordinieren, was sehr viel Aufmerksamkeit verlangt und wir deshalb kaum Zeit haben, den ansonsten sehr schönen Wald zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einer der vielen Stationen der Bahnstrecke machen wir Halt und essen ein dänisches Falafel. Für 7 Euro das Stück. Wie gesagt: Die Preise hier haben es in sich! Und so essen wir das arabische Fast-Food auch wirklich bis zur letzten (ansonsten stets aussortierten) Zwiebel auf und machen uns wieder auf den Weg.&lt;br /&gt;Nach einigen Kilometern bergauf-und-bergab haben wir die Nase voll und lenken unsere Gefährte wieder in Richtung Strand, wo wir den urprünglichen Küstenradweg wiederfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnXEhuWfI/AAAAAAAAA2g/2l-wKkSK810/s1600-h/05_kuestenradweg_hinter_kopenh.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnXEhuWfI/AAAAAAAAA2g/2l-wKkSK810/s400/05_kuestenradweg_hinter_kopenh.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248918274261801458" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dank des heftig anschiebenden Windes haben wir dann auch schon bald Rungsted passiert und damit die Hälfte des Weges nach Helsingjör hinter uns gebracht. Rechts kann ich die Insel Ven ausmachen - und dahinter, zum Greifen nah, liegt schon Schweden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnoihE1tI/AAAAAAAAA2w/3dDb7CQ3Cis/s1600-h/07_schweden_in_sicht_1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnoihE1tI/AAAAAAAAA2w/3dDb7CQ3Cis/s400/07_schweden_in_sicht_1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248918574369920722" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Orte, die wir nun durchfahren, werden immer maritimer. Süße Holzhäuschen, Boote, die an Land liegen, Fischernetze und Anker künden von der Seetradition dieses Küstenstreifens. Pittureske Dörfchen reihen sich aneinander, manchmal befahren wir holpriges, dafür anscheinend geschichtsträchtiges Kopfsteinpflaster. Die Flaggen überschlagen sich im Wind - stehen steif vom Mast ab und zeigen uns die Richtung: Norden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnfwFmf5I/AAAAAAAAA2o/tcRnjwHScaw/s1600-h/06_schweden_in_sicht.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnfwFmf5I/AAAAAAAAA2o/tcRnjwHScaw/s400/06_schweden_in_sicht.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248918423393959826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Da hinten schon kann ich Helsingjör erkennen - eine der Scandlines-Fähren stampft gerade durch die kabbelige See. Dahinter schimmert weiß Helsingborg, das schwedische Gegenstück.&lt;br /&gt;Wir rollen schnellen Tritts am Terminal ein, lösen die Karten, die überraschend billig sind und finden uns in einer kleinen Schlange wartender Radfahrer wieder. Fast alles Pendler.&lt;br /&gt;Zwei Dänen in Radmontur kommen zu uns und verwickeln mich in ein Gespräch über Vor- und Nachteile von Liegerädern. Die beiden scheinen interessiert - sind sie doch einem Minivan eines dänischen Radfahrteams entstiegen. Leider verhindert die Fähre, die nun zum Einsteigen bereit ist, ein weiteres Gespräch.&lt;br /&gt;Wir rollen an Bord, stellen unsere Räder ab und bummeln an Deck herum - die Überfahrt soll nur 20 Minuten dauern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnwnjYr9I/AAAAAAAAA24/ir2dykD4wWs/s1600-h/08_festung_helsingoer.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfnwnjYr9I/AAAAAAAAA24/ir2dykD4wWs/s400/08_festung_helsingoer.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248918713160740818" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist windig - logisch - aber sonnig. Die See ist kabbelig, wirkt aber freudig. Fast scheint es, als habe unser freundlicher Radfahrwind seine Schwester, die Meeresströmung gebeten, uns auch zu helfen. Nun schiebt die See unser Schiff mit einigen Knoten mehr vom Land weg - das Fort Helsingjör verschwindet am Horizont.&lt;br /&gt;Auch Jan, der sonst keine Fotos macht, scheint dem Zauber dieses kleinen Landstriches erlegen zu sein, und nutzt sein Apple-Wunderding zum Einfangen des Momentes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfn5vKE44I/AAAAAAAAA3A/GQ0-OicT8q4/s1600-h/09_helsingoer_faehre_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfn5vKE44I/AAAAAAAAA3A/GQ0-OicT8q4/s400/09_helsingoer_faehre_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248918869820892034" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es sind diese kurzen Zeiten zwischen dem Fahren, da - zumindest bei mir - dieses wunderbare Gefühl totaler Erholung aufkommt. Ich bin einfach hier - jetzt und heute. Vergessen das, was ich zu Hause bin, all die Sorgen und Verantwortungen, all die Gedanken an die Arbeit und an Unerledigtes. Abgelegt. An Land gelassen, so scheint es.&lt;br /&gt;Ich halte mein Gesicht in die Sonne, blinzle durch meine Lider und atme die herrliche Frische reiner Seeluft ein, blicke auf meinen Kameraden, mit dem ich das alles hier teilen kann und bin einfach nur froh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoBiT0YkI/AAAAAAAAA3I/zSaj1Y-vGs4/s1600-h/10_helsingoer_faehre.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoBiT0YkI/AAAAAAAAA3I/zSaj1Y-vGs4/s400/10_helsingoer_faehre.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248919003811045954" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eine Durchsage weckt mich aus meinem süßen Tagtraum auf. Vorne am Bug ist das ferne Helsingborg zu einer ausgewachsenen Stadt angeschwollen - das Schiff verlangsamt schon seine Fahrt, wir werden aufgefordert, auf das Autodeck zu gehen und uns startklar zu machen.&lt;br /&gt;Es ist früher Nachmittag, vielleicht 14 Uhr, als ich die Stahlrampe hinab rolle und meine Füße auf schwedischen Boden setze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst einmal brauchen wir Kartenmaterial - und wie gelegen kommt es da, dass genau hinter dem Scandlines-Terminal eine Touristeninfo ist. Jan bewacht die Räder, ich gehe hinein. Und muss grinsen: Zwei hübsche blonde Damen begrüßen mich herzlich und fragen in perfektem Englisch (mit diesem süßen nordischen Akzent), wie sie mir helfen können.&lt;br /&gt;Ich sage ihnen, dass wir mit Fahrrad nach Göteborg wollen.&lt;br /&gt;Sie staunen und jauchzen anerkennend, eine reckt von hinten den Daumen hoch, die andere berührt meine Schulter und nimmt mich mit an den Ständer. Der voller Karten ist. Zielsicher sucht sie zwei heraus und gibt sie mir. Kostenlos.&lt;br /&gt;Ein perfektes Lächeln mit großen blauen Augen, makellosen weißen Zähnen und einer blonden Mähne wie ein Sonnenaufgang steht mir gegenüber. Ich stammle etwas, bedanke mich und flüchte raus zu Jan.&lt;br /&gt;Es wurde auch höchste Zeit.&lt;br /&gt;Diese Radfahrklamotten sind sehr eng ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich einige dänische Kronen schon an Bord in die schwedischen umgetauscht habe, bin ich fürs Erste versorgt. Jan sucht nach einem Bankomaten, den wir schnell finden. Es scheint sich um eine Art Marktplatz zu handeln. Und während er seine PIN und den Betrag eingibt, kann ich die Zeit nutzen, mich etwas umzusehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was ich sehe, ist blond.&lt;br /&gt;Hier und da. Blonde Frauen.&lt;br /&gt;Meist in Zweiergruppen. Sie haben hier alle Schattierungen - von fast reinweißem Platin bis zu goldgelbem Strohblond. Ein Paradies für alle, die Frauen lieben. Ich kann es gar nicht fassen. Haben meine Augen die eine fixiert, läuft eine andere durch die Peripherie meines Sichtfeldes und zieht meine Blicke auf sich. Es wimmelt von blonden Frauen. Von blonden Mädchen. Unglaublich! Fast möchte ich Fotos machen - denn das glaubt mir eh keiner, denke ich.&lt;br /&gt;Ja spornt mich zur Weiterfahrt an.&lt;br /&gt;Nur widerwillig kann ich meinen Mund schließen und in die Pedale treten.&lt;br /&gt;Und auch als wir wieder rollen - Blonde Mädchen wohin das Auge blickt!&lt;br /&gt;Es ist unfassbar.&lt;br /&gt;Ich schwärme. Jeder Meter eine Neue.&lt;br /&gt;Mir gehen die Worte aus.&lt;br /&gt;Irgendwann grinse ich nur noch.&lt;br /&gt;Irgendwann lehne ich mich nur noch zurück und genieße.&lt;br /&gt;Herrlich, diese Schwedinnen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut Karte haben wir einen Kurs nach Odäkra in Richtung Ängelholm zu nehmen. Zunächst aber müssen wir uns eine recht anstrengende Steigung in Helsingborg emporächzen. Da es auf der Fähre frisch war und wir uns nicht mehr durch die Fahrbewegungen selbst geheizt hatten, waren wir noch in unsere langen Radjacken gehüllt. Oben angekommen, pellen wir uns erst einmal aus den Schweißfängern raus, trinken einige heftige Züge und suchen den Radweg. Ähnlich wie in Dänemark, sind auch hier die Radwege auf der Autofahrbahn, aber durch große Rinnsteine von ihnen getrennt. Sie sind sehr breit und von bester Qualität. So fahren wir im Tross nach Nord-Osten und können (peinlich!) einem McDonald´s-Schild nicht wiederstehen. Uns gelüstet nach Kaffee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal ist es Jan, der in den Shop muss. Ich bleibe draußen in herrlichstem Sonnenwetter sitzen. Und weiter geht die Blondinenparade: Eins ums andere fahren die Autos am Drive-in vor. Am Steuer: Entweder ein vollbärtiger Schwede. Oder. Klaro: Süße Blondinen im Doppelpack. Es ist einfach unglaublich! Das ganze Land voller blonder schöner Frauen. Und scheinbar immer von den (nicht ganz so schnieke aussehenden) Kerlen getrennt.&lt;br /&gt;Traumhaft?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir philosophieren beim Kaffee und ergehen uns in Planspielen bezüglich Auswandern und Hierbleiben - aber es ist erst einmal die Straße, die uns ruft. Odäkra, das nächste Etappenziel wartet. Zunächst verlassen wir Helsingborg, das unter uns zurück bleibt - wir fahren auf einer Art Hochebene eine von Pappeln gesäumte, sich leicht durch die flache Landschaft kringelnde Straße entlang. Ein paar Autos überholen uns - und wie auch schon in Dänemark fällt der defensive, umsichtige Fahrstil auf. Niemand ist ungeduldig, hupt oder drängelt. Wir fühlen uns wohl. Obwohl - und es ist nur ein kleines Gefühl in meinem Bauch - Schweden scheint anders zu sein, einen anderen Rhythmus als Dänemark zu haben. Was genau das bedeutet, werde ich noch herausfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoKd8-TmI/AAAAAAAAA3Q/WLUYBXjE_hg/s1600-h/12_kurz_hinter_helsingborg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoKd8-TmI/AAAAAAAAA3Q/WLUYBXjE_hg/s400/12_kurz_hinter_helsingborg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248919157260308066" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Odäkra, nicht viel mehr als ein Vorort von Helsingborg, ist schnell erreicht. Mehrmals unter- und überqueren wir die E20, die Verlängerung unserer alt bekannten E47, die bis Göteborg (und weiter) führt, auf der Suche nach einem Radweg. Den finden wir dann auch, nachdem wir uns auf dem IKEA-Parkplatz herumgefragt haben. IKEA, das finde ich lustig, hat zumindest hier in Odäkra ein ungewohnt rot-weißes Logo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich biegen wir nach einer weiteren Autobahnunterführung auf den Radweg ein und ... sind erstaunt. Zumindest dieses Exemplar scheint sich noch im Bau zu befinden: Verdichteter Split unter unseren Pneus, stellenweise gefährlich lose, ist alles, was der ansonsten schon komplett ausgeschilderte Radweg - bis Göteborg, laut Schilder! - zu bieten hat. Wir weichen bei der nächsten Gelegenheit aus und suchen uns eine ruhige Landstraße, die wir bald finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfohsWwB6I/AAAAAAAAA3g/5PH_-mIzz34/s1600-h/14_radweg_auf_schwedisch.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfohsWwB6I/AAAAAAAAA3g/5PH_-mIzz34/s400/14_radweg_auf_schwedisch.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248919556263511970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Irgendwann, wir fahren wieder fast eine Stunde, wechselt die Landschaft vom satten Grün, das eigentlich auch nicht viel anders als drüben in Dänemark aussah, in eine Landschaft, die mich an meine brandenburgische Heimat erinnert. Es fängt an, Gelb zu dominieren. Nicht nur, weil hier nun vorrangig Getreide angebaut wird, auch, weil die schwedischen Häuser - logisch - nicht mehr rot, sondern gelb angestrichen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoXRmIMrI/AAAAAAAAA3Y/5IINXrPOCw4/s1600-h/13_hinter_odaekra_getreidefeld.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoXRmIMrI/AAAAAAAAA3Y/5IINXrPOCw4/s400/13_hinter_odaekra_getreidefeld.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248919377281561266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Irgendwann erreichen wir Ängelholm, die erste größere Stadt nach Helsingborg. Um in die Stadt zu kommen, müssen wir auf allerlei Umwegen zu Radwegen umgebaute Landstraßen benutzen, die mal auf Deichen, mal durch Wäldchen und mal direkt an der E-Straße entlang führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streckenweise fahren wir auch die E-Straße selbst. Das ist kein Problem, denn sie bietet einen ausreichend großen Seitenstreifen, ist aber sehr stark befahren, was es dann eher zu schweigsamen Gewaltritten werden lässt, bei denen wir versuchen, so effizient und schnell wie möglich die Kilometer abzuspulen.&lt;br /&gt;Dennoch kann ich diesen Paarfahrten hintereinander - meist fährt Jan vorn, sodass ich mit meinem Rückspiegel besser ausgestattet warnen kann bei Rückenverkehr - auch Positives abgewinnen. Die E-Straße ist nivelliert, sodass nur wenig Steigungen ein rundes Treten beeinträchtigen. Dadurch, dass wir wieder mit 32 bis 35 km/h vorankommen, kurbeln wir uns in eine regelrechte Radtrance, die umso stärker zu sein scheint, je fokussierter wir fahren. Sicher, Landschaft und Natur genießt es sich so kaum - aber das Erleben des Rades und des Körpers, das stumme Selbstanalysieren jeder Bewegung, das Spüren der Muskelstränge, der kleinen, stechenden aber wohltuenden Schmerzen kann so besser, da konzentrierter erfahren werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Ängelholm angekommen - eine kleine Hafenstadt etwa 30 km nördlichen von Helsingborg - drehen wir ein paar Runden auf der Suche nach einem Restaurant. Hunger plagt unsere Mägen und so suchen wir nach einer netten Stelle zum Auffüllen der Reserven.&lt;br /&gt;Wir passieren den Hafen, finden aber nichts.&lt;br /&gt;Wir passieren die Fußgängerzone, werden aber wiederum nicht fündig.&lt;br /&gt;Auf dem Marktplatz entdecken wir einen Imbiss mit der Aufschrift "Pasta to go" - was braucht ein Radfahrer mehr, als alles andere? Richtig: Bananen und Pasta. Letztere holen wir uns bei zwei - ja, richtig getippt - hübschen Blondinen, die Jan einen kleinen Crashkurs in Sachen englischer Saucenbezeichnungen und Rezepte geben. Ein wenig später setzen wir uns etwas abseits des bunten Treibens auf eine Bank und genießen unsere ansehnlichen Portionen.&lt;br /&gt;Ich kaufe dann noch vier Bananen (für 1 € das Stück) und der Nachtisch ist perfekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan scheint mir, als ich zum Aufbruch dränge, da es nun schon Nachmittag wird und ich gern vor Einbruch der Dunkelheit an einem netten Ort sein möchte, etwas antriebslos. Unzufrieden irgendwie. Es ist sein Hintern, der schmerzt. Und obwohl er ihm heute einige Cremungen angediehen hatte, scheint ihm heute, am dritten Tag, das harte Bianchi endgültig den Elan zu rauben. Ich kann ihn verstehen - frage aber, ob er nicht doch noch ein paar Kilometer aushalten mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wieso?" fragt er. "Lass uns hier doch unseren freien Tag nehmen?!"&lt;br /&gt;Wir hatten diese Idee schon einige Male durchgesprochen und ich finde sie eigentlich auch super: Da das Wetter anscheinend mitspielt, wollen wir den "Sicherheitstag", der eingeplant ist, falls wir wegen Regen einmal einen Tag festhängen, in einen Day-off, also Urlaubstag und Pause vom Radfahren nehmen. Die Idee ist, sich idealerweise eine Hütte an einem See zu mieten, den ganzen Tag in der Sauna abzuhängen und es sich einfach gut gehen zu lassen.&lt;br /&gt;Soweit die Theorie.&lt;br /&gt;Jan möchte den Tag am besten jetzt und hier in Ängelholm nehmen.&lt;br /&gt;Ich bin dagegen.&lt;br /&gt;Nicht, weil ich Ängelholm nicht mag. Jan rennt mit seinem iPhone herum auf der Suche nach einem offenen WLan, findet eins und berichtet, dass es 6 oder 7 Hotels, einige Pensionen und Bed&amp;amp;Breakfast hier geben würde. Zudem haben wir den Hafen mit den schicken Schiffen und eine ganz ordentliche Fußgängerzone schon gesehen.&lt;br /&gt;Die Stadt selbst eignet sich bestimmt hervorragend für einen Day-off.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoqwzCduI/AAAAAAAAA3o/9Npj01QULsU/s1600-h/14_aengelholm_jan_navi.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfoqwzCduI/AAAAAAAAA3o/9Npj01QULsU/s400/14_aengelholm_jan_navi.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248919712074725090" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Was mich stört, sind die Kilometer. Es stehen gerade einmal 90 km auf meinem Display. Genug, findet Jan. Und ich bin geneigt, ihm zuzustimmen. Aber wie sähen dann die nächsten Tage aus? Ich rechne ihm vor - blieben wir jetzt hier, müssten wir in den verbleibenden 2 Tagen jeweils knapp 150 km fahren, um Göteborg zu erreichen. Mein Ziel jedoch sei es, mit jedem Tag die Etappendistanzen bis auf 90 km zu reduzieren. Jetzt, am Anfang, da wir noch Kraft haben und - anzunehmenderweise - eine einfache, weil wenig bergige Strecke zu fahren haben, wäre es da nicht logischer, mehr Kilometer zu reißen um dafür später weniger in anspruchsvollerem Terrain bewältigen zu müssen?&lt;br /&gt;Er zweifelt.&lt;br /&gt;Willigt aber ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also wohin? Fragt er - immerhin steht die Sonne schon sehr tief und ich schaue auf die Karte. Da- nicht weit von Ängelholm entfernt, etwa 30 km von hier, liegt ein kleiner Ort namens Bostad. Jans iPhone meldet, dass es da sogar zwei Hotels gäbe, einen kleinen Hafen und eine - wie ich mir ausmale - malerische, weil kleine, Bucht mit kleinen Fischerbooten. Und Bostad, das merke ich an, liegt genau auf unserer Route nach Göteborg - lass uns doch noch diese lächerlichen 30 km machen, bitte ich ihn.&lt;br /&gt;Er zieht eine Schnute.&lt;br /&gt;Aber wir fahren los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen das schöne Ängelholm, natürlich nicht ohne einige "Ohhhs" und "Ahhhs" ob der hübschen Damen - allerdings bemerke ich, dass meine Rosa-Blondinenbrille nicht mehr ganz so funktioniert, denn langsam nehme ich auch nicht-blonde und auch nicht-ganz-so-schlanke Frauen wahr. Die Hormone scheinen sich also beruhigt zu haben. Gut so! Bin ja kein Zuchtbulle ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfo4YEnTBI/AAAAAAAAA3w/gG9XyzJ2YBE/s1600-h/15_gesunder_bulle.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfo4YEnTBI/AAAAAAAAA3w/gG9XyzJ2YBE/s400/15_gesunder_bulle.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248919945955724306" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hinter Ängelholm wartet erst einmal eine schöner Berg auf uns. Jan hat miese Laune. Er wäre am besten hier geblieben und er tut mir Leid, da er sich wirklich abzumühen scheint auf dem Rad. Der Berg tut seiner Laune natürlich nicht besonders gut, aber er reißt sich zusammen - und ich weiß, dass es eine gute Entscheidung war, doch noch loszufahren. 20 Kilometer, rede ich mir ein, schaffen wir noch locker. Allerdings - wenn ich diese Steigung hier sehe, bekomme ich langsam Zweifel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ruft er laut "Scheiße!" hinter mir. Ich sehe im Rückspiegel, wie er stoppt - seine Kette ist von dem Kranz gesprungen. Nichts Schlimmes. Jan, das habe ich bemerkt, schaltet gern unter Last, was besonders viel Spannung auf das ganze Kette-Schalt-System legt. Dann sind Kettenabsprünge fast schon vorprogrammiert - vor allem am Berg.&lt;br /&gt;Er hält an, friemelt die Kette wieder aufs Blatt und freut sich über Schmierfett an den Fingern. Ich mache jetzt lieber keine Witze, denke ich mir, und versuche, mit ihm das Lichtspiel der langsam einsetzenden Dämmerung zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfpCIYZz7I/AAAAAAAAA34/IMSapMk8AXE/s1600-h/16_ebene_schweden.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfpCIYZz7I/AAAAAAAAA34/IMSapMk8AXE/s400/16_ebene_schweden.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248920113542451122" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Oben auf dem Berg angekommen halten wir kurz an einem Flugplatz - dem von Ängelholm - denn dort steht was von Hotel. Da das ganze eher wie eine Kaserne und dazu noch geschlossen aussieht, fahren wir weiter. Das Hotel heißt "Valhalla", aber wenn es hier sein soll, wo die gefallenen Germanen in Saus und Braus leben ... strample ich mich lieber noch eine Weile ab. Als wir abfahren, dröhnt langsam und beeindruckend eine Boeing zum Landeanflug über uns hinweg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir rauschen eine Abfahrt hinunter, da sehe ich ein Schild, auf dem "Vandrerheim" steht - Wandererheim, also Bed&amp;amp;Breakfast. Ich winke und biege spontan ab. Dies ist nicht unser Ziel aber wenn hier in der Nähe schon eine schnieke Pension ist - ich kann meinen Kumpel nicht leiden sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir finden uns auf einer verlassenen Straße wieder, fahren eine lang gezogene Abfahrt hinab und etwa 5 Kilometer später ist ... nichts zu sehen vom Vandrerheim. Ich bin sauer. Auf mich selbst.&lt;br /&gt;Wir halten an und Jan fragt den Navigationsklaus, wo wir sind und wo wir hinfahren. Wir befinden uns wohl auf dem Weg nach Vejibystrand. Das iPhone meldet das Vorhandensein eines Hotels. Wo wir schon einmal hier sind ... denken wir und fahren halt weiter. Immerhin steht die Sonne schon beachtlich tief und umkehren ist keine so gute Idee, denn dadurch würde sich die Distanz nach Bostad wegen meines kleinen Vanderheim-Abstechers nochmals vergrößert haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später, es wird schon merklich dunkler, radeln wir in Vejibystrand ein. Ein schicker kleiner Ort, im Hochsommer sicherlich von Touristen bevölkert - jetzt, zur Off-Season, menschenleer. Zwei, drei Autos sehen wir. Das war es.&lt;br /&gt;Bevor es zum Hotel geht - wir sind noch guter Dinge - möchte ich runter zum Strand. Wir lassen unsere Räder also den Abhang hinab rollen und kommen genau am Ufer zum Stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine kleine betonierte Mole, eine Handvoll Fischerboote dümpelt im Sonnenuntergang vor sich hin, fünf Jugendliche haben sich an einer Bank getroffen und zwei Möwen berichten lauthals von dem, was draußen auf See stattfindet. Erst Zartrosa, dann kräftig rot geht vor mir die Sonne in der Ostsee unter - ich rolle an die großen Wellenbrecher und atme einige Minuten diese Stimmung ein.&lt;br /&gt;Es ist einfach nur herrlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfpKMZ35iI/AAAAAAAAA4A/wzKeDmT9VeM/s1600-h/17_veibystrand.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfpKMZ35iI/AAAAAAAAA4A/wzKeDmT9VeM/s400/17_veibystrand.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248920252061312546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Jans Navigationsklaus findet den Weg zum Hotel, ein netter Mann, den wir zur Sicherheit fragen, bestätigt den Kurs. Es benötigt nur wenige Kurbelumdrehungen und wir stehen vor einem dreigeschossigen Haus. Licht brennt - ein gutes Zeichen.&lt;br /&gt;Wir steigen ab, wollen die Tür öffnen. Nichts geht. Wir läuten. Dann warten. Nichts geschieht. Wir klingeln noch einmal. Wieder ohne Erfolg. Jan ruft eine Nummer an, die auf einem handgeschriebenen Zettel steht. Ich weiß nicht, ob da jetzt innen das Telefon der nichtbesetzten Rezeption geht, aber es geht auch hier keiner ran.&lt;br /&gt;Dann rollen wir einige hundert Meter zurück, denn wir haben in einem der vorgelagerten Häuser Menschen gesehen. Jan fragt sie, ob das Hotel geschlossen sei.&lt;br /&gt;"Nein, nein" meint einer der Männer, es habe offen, es sei nur abgeschlossen. Er steht auf, nimmt einen Schlüssel und öffnet uns die Tür. dann geht er und lässt uns allein.&lt;br /&gt;Wir bedanken uns und treten ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gespenstische Ruhe. Kein Laut ist zu hören. Bate´s Motel - muss ich sofort denken, hier könnte man perfekte Horrorfilme drehen. Zwar brennen die Lampen, aber es sind keine Menschen im Gebäude. Auf dem Tresen der Rezeption klebt wiederum ein Zettel - in Schwedisch - und wir wissen nicht, was er bedeuten soll.&lt;br /&gt;Wir laufen durch ein paar Gänge, rufen immer wieder "Hello? Anybody here?" aber es antwortet niemand. Etwas mulmig ist mir schon. Aber was soll es? Hierbeiben über Nacht, uns quasi selbst einweisen in das Gespensterhotel, kommt nicht infrage. Anrufen hat auch nix gebracht.&lt;br /&gt;"Lass uns weiter fahren." sage ich in sein Gesicht.&lt;br /&gt;Es sieht gequält aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er tut mir Leid. Zumal wir wegen mir und meiner Vandrerheim-Abbiegungsaktion nun hier gelandet sind. Mittlerweile, da bin ich mir sicher, wären wir schon längst in Bostad angekommen. Aber nein, nun stehen wir hier, im verlassenen Horror-Hotel von Vejibystrand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Widerwillig und ächzend schiebt er sich auf sein Rad, wir stellen die Leuchtmittel auf "on" - die Sonne ist mittlerweile fast untergegangen. Es wird also wieder eine Nachtfahrt werden. Wir diskutieren noch kurz, ob wir nicht den sicheren Weg zurück nach Ängelholm nehmen sollen, aber auch für Jan kommt eine Rückfahrt nicht infrage. Also auf, vorwärts nach Bostad!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor uns liegen, das kann ich in der einsetzenden Nach erkennen, ein paar Hügel, die wir auch sogleich zu spüren bekommen. Sanft ansteigend zwar, aber nach 110 km doch durchaus auch in den geschundenen Waden spürbar, schrauben wir uns einen nach dem anderen hoch. Das schöne hier draußen ist, dass eigentlich keine Autos mehr unterwegs sind. Auf der Karte schaue ich es mir an: Wir fahren auf einer Art Landzunge, an der alle großen Straßen - unsere E-Straße und die große Fernverkehrsstraße, die wir die ganze Zeit benutzten, zielgerichtet vorbeiführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht durch schnieke kleine Orte, später durch den Hauptort Västa Karup. Und dann, dann setzt leichter Nieselregen ein. Ach schön, denke ich. Das hat ja noch gefehlt.&lt;br /&gt;Es sind nur wenige Tropfen, fein zerstäubt, aber sie und die nicht mehr vorhandene Sonne reichen, um uns frösteln zu lassen. Lange Klamotten werden angezogen, wir geben Gas. Nach Västa Karup befinden wir uns nun wieder auf der großen "B"-Straße, wie ich sie nennen würde. Nur sporadisch überholt uns ein Fahrzeug, wir haben den perfekten Asphalt für uns allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kommt der erste echte Anstieg. Er wird eingeläutet von einer Brücke, die wir noch schnellen Fußes unterfahren, dahinter drehen wir unsere Köpfe nur nach oben - folgen dem Straßenverlauf: Es geht aufwärts - und wie!&lt;br /&gt;Eine lang lang lang gezogene Rechtskurve ist es. Fies im Anstieg, nicht übermäßig, dass man gleich verzweifelt wäre, nein, genau an der Grenze zwischen "geht noch" und "ach du Scheiße!".&lt;br /&gt;Jan vor mir hat einen Antritt wie ein Weltmeister. Ruhig und kraftvoll stoßen seine Waden die Pedale nach unten. Wo ich einige Gänge herunter schalten muss, um vorwärts zu kommen, zieht er ab. Ruhig, gleichmäßig und mit erstaunlichen Leistungsreserven schiebt er sein Bianchi den dunklen Berg hoch. Ich staune - und muss reintreten, um nicht zurück zu fallen.&lt;br /&gt;Eine Viertelstunde harter Arbeit später haben wir die Steigung gemeistert. Wir schwitzen, sind außer Atem, aber wir halten nicht an, treten weiter rein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straße windet sich zum Horizont hin, laut Karte, die ich schnell unter einer funzeligen Straßenlaterne einsehe, müssen wir noch 3 Dörfer passieren, eh wir in Bostad ankommen. 15 km schätze ich. Ein Katzensprung - selbst, wenn man fertig ist und im kalten Niesel fahren muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es überholt uns ein Auto.&lt;br /&gt;Wir durchqueren das erste Dorf.&lt;br /&gt;Monoton, in Gedanken schon unter der wohlverdienten Dusche, treten wir in die Kurbel, gemäßigt unsere Konversation, verhalten die Witze, die wir reißen, um uns gegenseitig zu motivieren.&lt;br /&gt;Wir passieren das zweite Dorf. Und tauchen wieder ein in die Nacht, die nur spärlich erhellt wird von unseren Funzeln. Und dann ragt er auf, drohend, vor uns.&lt;br /&gt;Jan sieht ihn als erstes - den Berg.&lt;br /&gt;Den Teufelsberg.&lt;br /&gt;Kategorie S.&lt;br /&gt;S wie "Scheiße!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht scheinbar vertikal nach oben. Ein Anstieg epischen Ausmaßes. Eine Wand, die zu erklimmen wir verdammt sind. Fies glänzt der Seitenstreifen, vor mir nur das nasse Grau des Asphalts, auf meiner Brille kann ich zwischen den Wassertropfen Jan erkennen, der wieder in die&lt;br /&gt;Pedale tritt, aber anders als beim letzten Anstieg extreme Kräfte aufwänden muss, um diesen hier zu meistern.&lt;br /&gt;Wir stöhnen und ächzen.&lt;br /&gt;Im kleinsten Gang kurbeln wir uns nach oben. Ich setze mir Ziele, kleine Markierungen unterwegs, an denen ich mich emporhangeln werde.&lt;br /&gt;Da, der Zaunspfahl in 20 Meter Entfernung, dann der Busch 20 Meter weiter und da hinten, da, ganz oben, wenn ich diesen Baum, den ich nurmehr als Schatten wahrnehme, erreicht habe, dann habe ich die Hälfte geschafft.&lt;br /&gt;Es sind 20 Minuten, vielleicht 30, die wir unter Schmerzen unsere Maschinen die Steigung hinaufprügeln. Es ist heißer Schweiß, der sich unter dem kalten Stoff meines Trikots sammelt. Es sind Seitenstechen und Muskelmüdigkeit, die mich quälen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wir ziehen uns hoch. Beide, gegenseitig. Mal ein dummer Spruch hier, mal eine zynische Bemerkung da - so lächeln wir den Schmerz hinweg, vergessen beim Lachen die Qual der Meter, die wir zurücklegen und motivieren uns so, nicht aufzugeben, nicht abzusteigen.&lt;br /&gt;Irgendwann, wirklich ab der Hälfte, zählen wir auch nicht mehr die Meter. Wir beißen nur noch unsere Zähne zusammen und schrauben uns kraftvoll die Steigung empor. Bei jedem Antritt sinkt meine Gabel vorn ein, die schiere Kraft, die das Blatt auf den Asphalt bringt, lässt das Federbein stauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich oben ankomme, wartet Jan schon. Ich steige ab, rufe völlig außer Atem und wütend ob des Berges kurz vor Feierabend etwas Unflätiges in die dunkle Natur und ziehe kräftig den letzten Rest kühler Apfelsaftschorle aus meiner Trinkflasche.&lt;br /&gt;Wir haben es geschafft!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfpSlfnjyI/AAAAAAAAA4I/avIInETMAzQ/s1600-h/18_oben_vor_bastad.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfpSlfnjyI/AAAAAAAAA4I/avIInETMAzQ/s400/18_oben_vor_bastad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248920396235247394" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir blicken zurück, starren in den dunklen Abgrund und sehen entfernt die Lichter von Vejibystrand und die beiden Dörfer in Dunkelheit liegen.&lt;br /&gt;Ich mache noch ein Foto und bevor wir wieder auskühlen, setzen wir auf und fahren los - Zeit wird es, endlich unter eine heiße Dusche und in ein weiches Bett zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch vorher - vorher steht der Lohn aller Bergziegen.&lt;br /&gt;Die Abfahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich merke, wie es auf ein Mal abwärts geht. Ich drehe meinen Kopf zu Jan, sage nur noch "Juchu!" und beschleunige. Kraft dazu habe ich zwar nicht mehr, aber ich habe Lust und genug Wut im Bauch. Jetzt ist dies genau das Richtige, rasant diesen Teufelsberg hinabzustoßen. Und dabei ist es mir auch egal, ob meine Lampe die Fahrbahn alles andere als gut ausleuchtet, mir ist es egal, dass der Asphalt vom Regen gefährlich nass und rutschig ist und der Fakt, dass diese nagelneue Straße ab Bergkamm auch keine Fahrbahnmarkierung mehr besitzt, stört mich auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich rase durch die Nacht. Kalter Wind knallt mir um die Ohren, Regentropfen so scharf wie Splitter prallen an meiner kalten Gesichtshaut ab, ich lege mich in Kurven, wo ich hätte bremsen sollen, hoffe darauf, dass hinter ihnen keine Schlaglöcher oder Elche sind, schieße wie ein Wahnsinniger diese Abfahrt hinab und erst eine geschlossene Eisenbahnschranke kann mich zu einem Bremsmanöver bewegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme unten an - die Fahrt hat keine 5 Minuten gedauert - schaue auf meinen Bike-Computer und der zeigt 66,2 km/h Spitze an.&lt;br /&gt;Für einen Blindflug auf regennasser Fahrbahn ganz ordentlich, entscheide ich und stoße einen Jubelschrei aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann trudelt auch Jan ein, der es vorsichtiger hat angehen lassen - dabei aber nicht minder Spaß gehabt zu haben schien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich rollen wir in Bostad ein. Es ist 21 Uhr. Auf dem Tacho stehen 130 Kilometer. Eine freundliche Dame an der Tanke rät uns, im "Enehall" einzukehren, was wir auch tun. Hier bekommen wir von einer ebenfalls freundlichen Dame das schönste Hotelzimmer der ganzen Reise: Es ist groß, frisch renoviert und geschmackvoll eingerichtet. Ein geräumiges Bad, ein großer Fernseher und eine sehr gepflegte Atmosphäre lassen uns gleich zu Hause fühlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und etwas deplatziert: Zwei stinkende Typen in schweißnassen Radklamotten vor cremefarbiger Tapete mit Silberintarsien. Dazu Jugendstilmöbel, auf denen alsbald bunte Trikots liegen, brachiale Rennmaschinen stehen auf feinem Laminat.&lt;br /&gt;Kontrastprogramm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was folgt ist unser altes Ritual - wir duschen und machen uns auf den Weg, etwas zu Essen zu finden. Um diese Zeit bleibt uns leider nur die Tanke. Die freundliche Frau hat noch immer Schicht, freut sich, uns zu sehen und macht uns zwei Hot-Dogs. Fertigsalate aus dem Kühlregal und eine Dose Bier runden das Abendmahl ab. Wir essen und spazieren am süßen kleinen Hafen entlang, der um diese Stunde einen ganz besonderen Charme versprüht, wir genießen die Ruhe, ich friere, aber bin glücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann freue ich mich nur noch auf mein Bett.&lt;br /&gt;Mein sauberes, weiches, weißes Bett.&lt;br /&gt;In das ich mich wenig später fallen lassen und meinen Standardtraum träumen kann: Den vom Frühstücksbüffet, das ich morgen plündern werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMxqB_5SCI/AAAAAAAAAxA/LuelfmkKwso/s1600-h/Etappe_3.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMxqB_5SCI/AAAAAAAAAxA/LuelfmkKwso/s400/Etappe_3.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247592588977457186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Gefahren: 133,72 km in 6 h 22 min und 20,95 km/h Schnitt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch schön: Die Speedmachine im Backofen Europas. &lt;a href="http://www.recumbentlyportugal.blogspot.com/"&gt; Portugal per Liegerad&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-7734841233551201336?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/7734841233551201336/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=7734841233551201336' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/7734841233551201336'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/7734841233551201336'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/tag-3-what-hell.html' title='Tag 3 &quot;Land of Blondes&quot;'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNfme0E4v1I/AAAAAAAAA2A/HLM5bPnSUVc/s72-c/01_jan_flicken.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7415217770780449229.post-9019782262955697548</id><published>2008-09-19T06:53:00.000+02:00</published><updated>2008-09-21T09:41:34.831+02:00</updated><title type='text'>Tag 2 "Im Tele-Tubbie-Land"</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Maribo - Vordingborg - Faxe - Prästö - Köge - Kopenhagen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wache auf - sanft. Sanfter, als ich es mir gestern noch erhofft hatte, nachdem Jan neben mir eine wahre Dezibelhölle männlicher Schnarchgeräusche abgelassen hat. Aber wundersamerweise hat mich weder sein flatterndes Gaumensegel noch die stark befahrene Autobahn hinter dem geöffneten Fenster um einen angenehmen Traum bringen können. Ich schaue herüber - Jan schläft noch fest, leise diesmal. Mein Handy sagt mir, dass es um 8 Uhr sei: Perfekte Aufstehzeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan sieht das natürlich anders. Und ich kann nur mein Bedauern äußern, muss aber insistieren: Dies war von Anfang an nicht als Urlaubstrip á la Ausschlafen und Partymachen geplant. Dies hier soll Sport sein. Und Sport tut eben auch manchmal weh. Gerade morgens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Traum hatte mein Unterbewusstsein das wegen des nur allzu dürftig (und geradezu sündhaft ungesunden) "Abendessens" von gestern wegen eine Vorfreude auf das heutige Frühstücksbüffet wachsen lassen, sodass ich die Morgentoilette schnell hinter mich bringe, mir die Radklamotten anziehe und nicht auf Jan, der etwas widerwillig und murrig in die Gänge kommt, warten will: Ich schieße schon mal hinab in den Frühstücksraum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was das Hotel E4 da aufgetafelt hatte, lockte zwar keine Begeisterungsschreie hervor, vermag mich aber wohl in Hochstimmung zu versetzen: Heißer, frischer Kaffee am Morgen ist eine Wohltat! Dazu frische Vollkornbrötchen (sonst in Hotels außerhalb Deutschlands eher Mangelware), zwei, drei Wurst- und Käsesorten und - das finde ich klasse - eine Müsliauswahl, die sich durchaus sehen lassen kann.&lt;br /&gt;Ich haue rein. Lange zu.&lt;br /&gt;Auch Jan trudelt ein und lässt es sich schmecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX6OFcI1-I/AAAAAAAAA14/u9jU0bLpxuk/s1600-h/00_fruehstueck.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX6OFcI1-I/AAAAAAAAA14/u9jU0bLpxuk/s400/00_fruehstueck.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248376060655491042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am Nachbartisch füttern zwei entspannte Deutsche ihren Nachwuchs. Der Junge schaut mich an, als wäre ich Taucher oder Astronaut: Ungewöhnlich ist das schon, das gebe ich zu, in den engen Arbeitsklamotten des Radfahrers die Schlimme-Augen-Wurst vom Büfett zu angeln. Aber was solls?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir speisen eine genüssliche Dreiviertelstunde und gehen zurück aufs Zimmer. Jans Hinterrad, das gestern Abend kurz nach dem Einchecken noch platt gemacht hatte, muss ja geflickt werden. Jan beschließt, in Kopenhagen gleich ganz neue Mäntel zu kaufen. Sein Bianchi hatte er gebraucht gekauft und so sehen die Pneus auch aus. Um sicher zu gehen, dass uns so ein Malheur nicht vielleicht noch in der schwedischen Wildniss passiert, will er den Totalaustausch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die freie Zeit durch das Flicken nutze ich, und beschaue mir meine Reifen: Die Marathon Racer sind nun auch schon knappe 5.000 km gelaufen (in Portugal hatte ich nagelneue Schwalbe-Pneus mit mehr Profil drauf, die ich aber wieder gegen die Straßenreifen eingetauscht habe für diese Tour) und ich frage mich, wie sie aussehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und bin geschockt: Mithilfe einer Nagelschere hole ich teilweise 3 bis 4 mm lange, wie kleine Haizähne anmutende Steine aus meinen Gummis. Die Teile stecken bis zum Anschlag in der Karkasse, hinterlassen mitunter einen halben Zentimeter breite klaffende Wunden im Mantel. Und immer wieder ziehe ich diese weißen, fiesen Steinnadeln heraus.&lt;br /&gt;Ist das ein Sammelsurium der fünftausend Kilometer oder die Ernte von 30 km auf dänischen Straßen? Denn sowas habe ich in Deutschland noch nie gesehen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich prüfe den Druck - meine Reifen sind dicht. Gottseidank. Flicken ödet mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich ist auch Jan fertig, das Rad ist eingebaut und zentriert, seine Hände sind gewaschen, die Flaschen am Büffet aufgefüllt - es kann losgehen. Wir fahren auf die kleine Straße, die wir uns gestern im einsetzenden Regen blind durch die Nacht entlang getastet hatten. Die Nässe ist fast komplett weggetrocknet und so können wir in die dänische Morgenfrische starten. Es fängt gut an, wir kommen flott voran.&lt;br /&gt;Aber immer wieder schaue ich auf Jans Reifen - liegen sie nicht doch tiefer? Verliert er nicht wieder Luft. Nein? Doch - da! Nein, war wohl nix.&lt;br /&gt;Lochparanoia.&lt;br /&gt;Sie wird mich noch einige hundert Kilometer begleiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX6GOaOCQI/AAAAAAAAA1w/gBGgJjL8m8I/s1600-h/01_Daenische_Landschaft.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX6GOaOCQI/AAAAAAAAA1w/gBGgJjL8m8I/s400/01_Daenische_Landschaft.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248375925624408322" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vor uns liegt eine flache Landschaft ohne visuelle Hindernisse. Es ist sattgrün auf den Feldern neben uns und es scheint mir, als trauten sich hier selbst die Pflanzen nicht, hoch zu wachsen. Alles ist niedrig, kaum ein Haus, das zwei Stockwerke oder gar mehr hätte.&lt;br /&gt;Die Straße zieht sich sich konsequent nach Norden, manchmal über Kilometer hinweg ohne eine Kurve. Sanft steigt sie dann und wann an, um über einen der kleinen Hügel zu führen - aber selbst hier ist die Steigung kaum zu spüren. Berge, das scheint mir, sind in Dänemark per Gesetz verboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX56VGzvYI/AAAAAAAAA1o/K4nrVyXmLlw/s1600-h/01_Paarfahrt_1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX56VGzvYI/AAAAAAAAA1o/K4nrVyXmLlw/s400/01_Paarfahrt_1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248375721263611266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Über uns ziehen wenige Wolken weiß und unschuldig daher. Die Sonne scheint wieder, als sei noch Juli und ich freue mich, dass der Wahnsinnswind von gestern sich auch heute wieder unserer Hintern annimmt, sie fest hält und kräftig anschiebt. Wir schätzen, dass wir gute 3 bis 4 km/h schneller sind, weil wir diesen Rückenwind haben. Uns freut es, und so können wir wieder mal nebeneinander, mal im Mini-Tross hinter einander mit schnellen 30 bis 32 km/h durch die Landschaft nach Norden fliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5vYwobJI/AAAAAAAAA1g/Wf0Poc5RZR8/s1600-h/04_Morgendlicher_Paarflug.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5vYwobJI/AAAAAAAAA1g/Wf0Poc5RZR8/s400/04_Morgendlicher_Paarflug.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248375533265775762" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die dänische Hauptstadt ist unser Ziel heute. Kopenhagen. Laut Karte und Google Maps runde 130 km von Maribo entfernt. Aber nachdem wir gestern knappe 180 km bei geplanten 150 gefahren sind, bin ich mir nicht so sicher, ob wir diese Marke nicht auch wieder überbieten werden. Jan über mir fängt denn dann auch schon an, sich zu beschweren über ein schmerzendes Sitzfleisch und seine zunehmenden Probleme, eine angenehme Sitzposition zu finden. Aber kein Wunder: Auf diesem schmalen, harten Sattel hätte jeder Probleme. Und das dann über 180 km und nun mehrere Tage durchhalten zu müssen ... nein, das wäre auch nicht mein Ding. Aber was hilft es? Da muss er nun durch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme mir ein wenig lächerlich vor, wie ich versuche, mich mit ihm über Schmerzen und Schwierigkeiten zu unterhalten: Liege ich doch entspannt wie eh in meinem genau an meine Wirbelsäule angepassten Body-Link-Sitz, habe weder Beschwerden im Po, noch an den Handgelenken oder im Nacken. Mir geht es einfach nur gut, ich genieße die Sonne in meinem Gesicht, die süßen dänischen Häuser mit ihren dänischen Flaggen und dänischen Schäfchen im dänischen Garten und kann Jan nur bedauern. Aber das sage ich ihm nicht. Statt dessen sage ich Dinge wie: "Mein rechtes Knie tut weh."&lt;br /&gt;Was durchaus stimmt. Aber sicher kein Vergleich zu seinen Strapazen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5NS6bnOI/AAAAAAAAA1I/wiCj9m25W_E/s1600-h/06_altes_auto.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5NS6bnOI/AAAAAAAAA1I/wiCj9m25W_E/s400/06_altes_auto.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248374947580714210" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir erreichen nach gut zweieinhalb Stunden schneller Fahrt das Ende von Falster, der kleinen nördlichen Schwesterinsel von Lolland, die wir gerade überquert haben. Gegenüber ist die Insel Sjaelland - oder Seeland - wir überqueren die Ostsee, die sich hier in einem engen Sund zwischen den Inseln hindurch quetscht, auf einer etwa 2 km langen Brücke, an deren Ende die Stadt Vordingborg liegt.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5X3rEoCI/AAAAAAAAA1Q/5beopHOWefI/s1600-h/03_Bruecke_Vordingborg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5X3rEoCI/AAAAAAAAA1Q/5beopHOWefI/s400/03_Bruecke_Vordingborg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248375129247096866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Brücke sieht aus, als habe man sie irgendwo in Russland ab und hier wieder 1:1 aufgebaut: Rost an allen Ecken und enden, teilweise klaffen zentimeterdicke Spalten zwischen den Betonplatten, das Geländer scheint seit Jahrzehnten von salzhaltiger Luft angefressen zu sein. In wenigen Jahren, denke ich spontan, wird hiervon nichts mehr übrig sein. Aber das kann uns nicht abhalten. Mit etwas verminderter Geschwindigkeit reiten wir über die Betonstöße, links von mir die offene See, ein paar Yachten dümpeln in fein gekräuseltem Blauwasser, rechts die moderne Hochbrücke am Horizont - unsere vertraute E47, die uns die ganze Tour bis Göteborg hindurch begleiten wird. Davor kann ich die flache Insel Bogö ausmachen, aber sie ist so flach, dass ich sie nur mit Mühe erspähen kann, dainter liegt Mön, aber die kann ich schon gar nicht ausmachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan hinter mir freut sich alle 10 Meter lautstark über jede neue Betonspalte, über die sein steifes Gefährt holpert. Ich bin vollgefedert - aber mir macht es dadurch nicht viel mehr Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5ivIc4XI/AAAAAAAAA1Y/qIU32Rj2-Os/s1600-h/02_Bruecke_Vordingborg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX5ivIc4XI/AAAAAAAAA1Y/qIU32Rj2-Os/s400/02_Bruecke_Vordingborg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248375315932963186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hinter der Brücke umrunden wir einen - OHO! - kleinen Berg und finden uns im erwachenden Vordingborg wieder. Ich habe in meinem Dänemarkführer über diese Stadt gelesen, dass es hier eine um 1100 vom damaligen König Valdemar angelegte Burg gibt. Eine eintausendjährige, vielleicht schon ältere Geschichte. Manchmal vergesse bei all der Zuckersüße und Aufgeräumtheit dieses Landes, dass hier früher Horden von harten Wikingern sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so macht es dann auch durchaus Sinn, das Mittagessen standesgemäß im Hotel "Kung Valdemar" einzunehmen - freilich erst nachdem wir erfolglos durch die schöne Fußgängerpasage und den Hafen geirrt waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uns erwartet ein wirklich königliches Büffet mit einem riesigen Lachs, einem Berg Krabben, allerlei kalter Braten, Würsten und Salaten, Früchten und Backwaren - und das alles zu einem angenehmen Preis, was am meisten überrascht. Was es allerdings noch angenehmer macht, ist die Bedienung: Eine wirklich schicke junge Dame mit einem so traumhaften Lächeln, dass ich versuche, nicht als antrainierte Serviceprofessionalität, sondern als echte Eigenschaft dieser hübschen Frau zu sehen.&lt;br /&gt;Ich nutze jede Gelegenheit, sie an unseren Tisch rufen zu können - fast möchte ich die Kaffees und Säfte für Jan und mich einzeln bestellen, nur um noch einen Blick in ihre Augen und auf ihr Lächeln erhaschen zu können.&lt;br /&gt;Man wird ja noch träumen dürfen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Back on Track setzen wir unsere Fahrt fort. Wir fahren zunächst auf einem Radweg an einer großen Fernverkehrsstraße, der wenig Spaß macht. Spätestens als wir an einem Chemiewerk vorbei müssen plädiert Jan dafür, die Küstenstraße über Prästö, Faxe und Köge zu suchen. Dass dies ein Umweg wird, ist ihm klar. Mir soll es Recht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX42ZniyaI/AAAAAAAAA04/iK_gWrDNx5w/s1600-h/07_chemie_und_jan.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX42ZniyaI/AAAAAAAAA04/iK_gWrDNx5w/s400/07_chemie_und_jan.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248374554243549602" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Und so biegen wir mit Generalkurs Nord zunächst nach Osten ab, um die Stevns genannte Ausbuchtung von Sjaelland zu umrunden. In Prästö steht diese Kursänderung an. Hier fahren wir auf Meeresniveau - die Ostsee kann ich wenige Meter neben mir in Augehöhe erkennen. Wir umrunden eine schnieke Bucht, überholen zwei Radtouristen, die an dem langgezogenen - aber wenig beeindruckenden - Anstieg ihre Probleme haben und schießen durch die gepflegte dänische Landschaft dahin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4-9Vqd8I/AAAAAAAAA1A/bCnWoGP1beY/s1600-h/06_Bucht_bei_Praestoe.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4-9Vqd8I/AAAAAAAAA1A/bCnWoGP1beY/s400/06_Bucht_bei_Praestoe.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248374701271185346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Später erreichen wir Faxe - ich erinnere mich an diese riesigen 1-Liter-Bierdosen, die mein Vater früher so gern als Höhepukt einer arbeitsreichen Woche beim Fernsehabend trank. Hier wird es also gebraut, hier, in dieser grünen, flachen, süßen Landschaft, denke ich noch so und bin froh, dass mich ein Schild der anscheinend sehr umsichtigen Verkehrsplaner Dänemarks vor fatalen Frontalzusammenstößen mit anderen Radfahrern warnt ... diese Dänen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4sg7n2hI/AAAAAAAAA0w/2kazlDZKDeM/s1600-h/08_Shit_happenes.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4sg7n2hI/AAAAAAAAA0w/2kazlDZKDeM/s400/08_Shit_happenes.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248374384408123922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich muss sagen, dass die Radwegeführung bisher vorbildlich ist - die Wege sind sauber, glatt und der Belag von ebensolch hoher Qualität wie der Belag für die Autos ebenan. In Ortschaften werden Räder nur selten auf die Gehwege gezwungen, wo sich zwangsläufig an unangenehm holperiges Auf und Ab an Straßeneinbiegungen ergibt, sondern ihnen eine komfortable Bahn auf der Straße zugewiesen. Da können sich unsere Straßenbauverantwortlichen mal eine gehörige Scheibe abschneiden.&lt;br /&gt;Dänische Autofahrer sind defensiv, umsichtig und geduldig. Keiner hupt, wenn wir doch einmal auf der Straße fahren müssen und so bei Gegenverkehr die Autos ausbremsen. Hier spätestens hätten deutsche Autofahrer und Radwegnazis wahre Huporgien veranstaltet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir Faxe hinter uns haben und langsam wieder nach Norden Richtung Köge einbiegen, wird es hügeliger. Und heißer. Ich bereue mein loses Mundwerk und fühle mich an Portugal erinnert, wenn wir uns wieder einer neuen Steigung gegenüber sehen: Diese sind zwar nicht lang, meist nur wenige hundert Meter, dafür verlangen sie uns mitunter Respekt ab. Nicht selten geht es in sehr kleinen Gängen diese fiesen Hügelchen hinauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter einem der Berge fahren wir in ein Wäldchen ein, dessen feuchte, erfrischend würzige Luft fast wie ein Schock nach all der Hitze und dem kleinteiligen Hoch-und-Runter-Geholper wirkt. Eine lang gezogene Abfahrt beschleunigt ohne Muskelkraft zu fordern, ich genieße es, lehne mich in den Sitz und freue mich über der Licht-und-Schattenspiel der Sonnenstrahlen, die durch das dichte Blätterdach auf meine Sonnenbrille fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4moq0_JI/AAAAAAAAA0o/RNgC5IXEp5E/s1600-h/09_Paarfahrt.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4moq0_JI/AAAAAAAAA0o/RNgC5IXEp5E/s400/09_Paarfahrt.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248374283405950098" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hinter dem Wald liegt das Teletubbieland.&lt;br /&gt;Oder wie Jan es treffend formuliert: Wir fahren durch die Default-Benutzeroberfläche von Windows.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4ekpuuGI/AAAAAAAAA0g/grgebpZTg_Q/s1600-h/11_Windows_Oberflaeche_bei-Har.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4ekpuuGI/AAAAAAAAA0g/grgebpZTg_Q/s400/11_Windows_Oberflaeche_bei-Har.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248374144888649826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hügel wie gemalt. Selbst hier draußen, außerhalb jeglicher Ortschaften ist das Gras in den Straßengräben gemäht. Frisch und fein - wie auf einer perfekten Eisenbahnplatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen am Nachmittag Köge und gönnen uns eine kleine Pause. Ein pitturesker Hafen mit einem großen Marktplatz, der eingesäumt ist von Kaffees und voll besetzten Terassen bildet das Zentrum dieses Örtchens. Am Kai liegt vertäut ein für diese süßen Verhältnisse nach meinem Geschmack etwas zu großes Schiff, an dessem Bug es wir uns für einen kleinen Drink gemütlich machen. Es ist nicht mehr weit - 20, 30 Kilometer höchstens, schätze ich.&lt;br /&gt;Jans Navigationsklaus bestätigt dies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4NHHdhbI/AAAAAAAAA0Q/G3vEdec3Vn0/s1600-h/10_Pause_in_Koege.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4NHHdhbI/AAAAAAAAA0Q/G3vEdec3Vn0/s400/10_Pause_in_Koege.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248373844902512050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Hinter der Stadt rächt sich die Trinkpause und wir halten in einem Wäldchen zur unvermeindlichen Pinkelpause an. Jan nutzt den Stopp um einen Tipp, den er aus dem Rennradforum bezüglich brennender Ärsche auf Langstrecken gelesen hat, auszuprobieren - Eine zünftige Bepanthen-Eincremung soll jetzt Schlimmste heilen.&lt;br /&gt;Wir werden sehen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX31h2r_WI/AAAAAAAAA0A/2hEVf2b1BQE/s1600-h/15_Jan_auf_Bike.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX31h2r_WI/AAAAAAAAA0A/2hEVf2b1BQE/s400/15_Jan_auf_Bike.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248373439763053922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir tauchen ein in die urbane Umgebung von Kopenhagen - gerade dieser Küstenabschnitt ist dicht besiedelt. Abrupt hört die Windows-Umgebung auf und wir finden uns in der menschlichen Zivilisation wieder. Allenthalben säumen die wiederum süßen, natürlich meist roten, dänischen Holzvillen unseren Weg, wieder sind diese selten höher als 2 Geschosse. Auch nicht die Restaurants, Eiskaffees und kleinen Pensionen. Viele Strandbäder reihen sich an einander und ich freue mich über einen fast 5 Meter breiten, von der Auto-Fahrbahn getrennten Radweg von höchster Güte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4V2CzreI/AAAAAAAAA0Y/pCyjV_et8Ms/s1600-h/12_Lars_auf_Speedmachine.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX4V2CzreI/AAAAAAAAA0Y/pCyjV_et8Ms/s400/12_Lars_auf_Speedmachine.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248373994938412514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In Solröd halten wir wieder an, denn ich kann dem extrem salzigen Geruch des Meeres, das nur wenige hundert Meter zwischen der wegen der Nähe zu Kopenhagen nun doch sehr stark befahrenen Küstenstraße und der Häuserzeile brandet, nicht länger widerstehen. Wir lenken unsere Räder an den nächsten Strand und steigen ab. Jan stöhnt, findet kaum noch Kraft, sein Bianchi an einen Laternenpfahl zu lehnen und legt es einfach ins Gras ab. Er tut mir wieder ein bisschen Leid, als er sich ächzend die Klickschuhe auszieht und seine dampfenden Füße atmen lässt. Aber ein Grinsen kann ich mir trotzdem nicht unterdrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3kPM1OfI/AAAAAAAAAzw/qQZ47LRoMbQ/s1600-h/16_Jan_ist_fertig.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3kPM1OfI/AAAAAAAAAzw/qQZ47LRoMbQ/s400/16_Jan_ist_fertig.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248373142697884146" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir steigen die nicht sehr DIN-gerechte Holztreppe der Düne hinab und vor uns liegt eine schöne Ostsee in feinster goldener Nachmittagssonne. Die frische Brise weht mir salzig bis in die letzte Bronchie meiner Lunge und ich freue mich einfach nur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3tVyzCbI/AAAAAAAAAz4/Zvfv0ZC5vk0/s1600-h/14_Strand_Kopenhagen_mit_Flagg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3tVyzCbI/AAAAAAAAAz4/Zvfv0ZC5vk0/s400/14_Strand_Kopenhagen_mit_Flagg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248373299086559666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Freue mich, hier zu sein.&lt;br /&gt;Freue mich, das genießen zu können.&lt;br /&gt;Bin im Urlaub - das merke ich jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fange an, mich zu erholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3abliSBI/AAAAAAAAAzo/mML6rohF4wo/s1600-h/17_kurz_vor_kopenhagen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3abliSBI/AAAAAAAAAzo/mML6rohF4wo/s400/17_kurz_vor_kopenhagen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248372974224033810" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Da hinten, da, in vielleicht 15 oder 20 km Entfernung, da muss schon Kopenhagen sein - in Reichweite. Wir sind fast da! - Motiviere ich uns, als wir nach einer Viertelstunde wieder die Räder besteigen und uns in den Feierabendverkehr, der freilich unberührt neben uns abläuft, stürzen, die dänische Hauptstadt zu erobern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es fängt leicht an zu dämmern, als wir endlich die unvermeidlichen Industrie- und Einkaufsgebiete des Stadtgürtels passiert haben und eine lange Gerade an moderner Architektur vorbei Richtung Zetrum hinabfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3RgbtFiI/AAAAAAAAAzg/pRMH29DWvZM/s1600-h/18_Einfahrt_Kopenhagen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3RgbtFiI/AAAAAAAAAzg/pRMH29DWvZM/s400/18_Einfahrt_Kopenhagen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248372820906153506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich freue mich, wieder hier zu sein - habe diese Stadt seit 3 Jahren nicht mehr gesehen, kann mich aber noch an so viel Schönes erinnern. Weshalb ich auch immer zur Eile gedrängt hatte, denn ich möchte mit Jan noch einiges davon sehen heute Abend - morgen früh schon werden wir (hoffentlich) in Schweden sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3HNRSPoI/AAAAAAAAAzY/OMcsviOUKOY/s1600-h/19_Einfahrt_Kopenhagen_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX3HNRSPoI/AAAAAAAAAzY/OMcsviOUKOY/s400/19_Einfahrt_Kopenhagen_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248372643963485826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vorbei an massenaft geparkten (und kaum als "gesichert" geltenden) Fahrrädern rollen wir schnurstracks durch die Stadt und finden wundersamerweise auch sofort unser Hotel. Eine Schnäppchenbuchung aus dem Internet. Das "CabInn".&lt;br /&gt;Der Name wird Programm sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Check-in geht schnell und äußerst freundlich von statten. Der junge Mann verrät mir, dass die dänische Königen gleich im Tivoli ein Open Air eröffnen wird - ich halte es zunächst für ein Open Air-Konzert von Queen, das er mir da auf Englisch schmackhaft machen will, als ich mich daran erinnere, dass Dänemark ja eine konstitutionelle Monarchie sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beziehen unser Zimmer im dritten Stock. Zimmer. Ist übertrieben. In "CabInn" steckt schon das Wort Kabine. Und die meinen das ernst hier: Die unsere ist kaum 2 Meter breit und 4 Meter tief. Alles in angenehmem Mausgrau und modernen Türkis gehalten, glänzt dieses Plastikmonstrum mit nüchternster Zweckmäßigkeit, die eher an eine konsumkritische Kunstinstallation erinnert, denn an ein Hotelzimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie schafft Jan es, sein Rennrad auf den 15 cm breiten Balkon zu manövrieren, sodass nur noch mein Liegerad - an die Wand gezwängt - das Durchkommen im Zimmer erschwert. Da ich der wieselflinke von uns beiden bin, darf ich das obere Schlafbett haben. Ich freue mich, während Jan die etwa zwei Quadratmeter Nasszelle bevölkert, um den Schweiß der letzten 157 km abzuduschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX29s9kMfI/AAAAAAAAAzQ/D-yaoz6XX0U/s1600-h/20_Hotel_Kopenhagen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX29s9kMfI/AAAAAAAAAzQ/D-yaoz6XX0U/s400/20_Hotel_Kopenhagen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248372480672018930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"Free Coffee &amp;amp; Tea" stand bei der Buchung auf der Website. Und tatsächlich: 4 Plastikbecher, 4 Päckchen Instantkaffee und Teebeutel sowie ein Miniaturwasserkocher stehen bereit. Als Teil dieser Kunstinstallation ein interessantes Detail, entscheide ich und brühe uns beiden dieses als Einleitung der Abendvergnügung auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Vergnügen beginnt eine halbe Stunde später - frisch geduscht stürzen wir uns ins Nachtleben. Wir bummeln an Tivoli und Rathaus vorbei in die große Einkaufsmeile, die noch von tausenden Passanten bevölkert wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX22F7OYgI/AAAAAAAAAzI/3WWvdNjLZFo/s1600-h/21_Rathaus.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX22F7OYgI/AAAAAAAAAzI/3WWvdNjLZFo/s400/21_Rathaus.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248372349934133762" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich habe Hunger wie ein Großer und so suchen wir uns ein Restaurant. Jan hat Hunger auf Meeresfrüchte oder Fisch - und was liegt in einer Küstenstadt näher, als dies dann auch zu essen?&lt;br /&gt;Wir sitzen ein wenig später im laut eigener Aussage "Most sympathetic Mexican-Style Restaurant of Copenhagen".&lt;br /&gt;Und bestellen Pizza.&lt;br /&gt;Soviel zur skandinavischen Cuisine ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX2pPMAstI/AAAAAAAAAzA/XXUGpZX3wgU/s1600-h/23_Tuborg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX2pPMAstI/AAAAAAAAAzA/XXUGpZX3wgU/s400/23_Tuborg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248372129082159826" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ein 10 € Bier und eine schlechte, nicht minder teure Touripizza später bummeln wir weiter. Mittlerweile ist es dunkel und ich möchte unbedingt noch zum Nyhavn, jenes Kanals, der wie kein zweites Bild für Kopenhagen steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX2d5RFOgI/AAAAAAAAAy4/QYaJv2bjZQk/s1600-h/24_Kopenhagen_by_night_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX2d5RFOgI/AAAAAAAAAy4/QYaJv2bjZQk/s400/24_Kopenhagen_by_night_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248371934219287042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Aber wir verlaufen uns - und da es schon 22 Uhr ist beschließen wir, am Ufer zurück zum Hotel zu gehen. Freilich nicht ohne der modernen Oper einen Besuch abzustatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX2VrgbUnI/AAAAAAAAAyw/okxa-cE8eyc/s1600-h/25_Kopenhagen_by_night.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX2VrgbUnI/AAAAAAAAAyw/okxa-cE8eyc/s400/25_Kopenhagen_by_night.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5248371793086599794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ich klettere dann die Türklisleiter zu meiner - sehr sehr schmalen - Schlafstatt empor, lasse mich ins Bett fallen und schlafe fast augenblicklich ein. Es ist wieder das Büffet des morgendlichen Frühstücks, das mir einen angenehmen Traum bereitet, nachdem auch das heutige Abendessen - wie gestern - völlig unzureichend und unbefriedigend war. Und, was für mich als Deutschen das wahrscheinlich schlimmste ist - ich nur ein kleines Pils trinken konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer bezahlt schon gern 10 € für 0,3 l Bier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMxAqBcFuI/AAAAAAAAAw4/DhKzUUTvZkY/s1600-h/Etappe_2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNMxAqBcFuI/AAAAAAAAAw4/DhKzUUTvZkY/s400/Etappe_2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5247591878166845154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gefahren: 157,13 km in 6 h 20 min und 24 km/h Schnitt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch schön: Die Speedmachine im Backofen Europas. &lt;a href="http://www.recumbentlyportugal.blogspot.com/"&gt; Portugal per Liegerad&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7415217770780449229-9019782262955697548?l=recumbentlysweden.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/feeds/9019782262955697548/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7415217770780449229&amp;postID=9019782262955697548' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/9019782262955697548'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7415217770780449229/posts/default/9019782262955697548'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://recumbentlysweden.blogspot.com/2008/09/tag-2-im-tele-tubbie-land.html' title='Tag 2 &quot;Im Tele-Tubbie-Land&quot;'/><author><name>... constantly in transit.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/11924140569160672339</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_QfcXEaXAEmQ/SNX6OFcI1-I/AAAAAAAAA14/u9jU0bLpxuk/s72-c/00_fruehstueck.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
